Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 26. November 2013

Vor allem Ethelred ist schwer beeindruckt von der schnellen Heimkehr… und davon, dass Heimdall sie auch hier in England noch immer hören und sehen kann. Dass der Nordlandfae wirklich alles im Auge hat, scheint ihr jetzt erst so richtig bewusst zu werden, und sie fängt an, nur noch zu flüstern. Nicht dass das irgendwas hilft, wie Constantia sich beeilt, ihr zu erklären.

Zurück im Bund, wird die beabsichtigte Sitzung abgehalten und Bericht erstattet, außerdem die gefundene Tasche und die Nägel zur näheren Untersuchung an Crispinus Comis abgegeben.
Die übrigen Magier stimmen überein, dass der beste Plan ist, als nächstes Titania und Oberon aufzusuchen, um wenn möglich deren Zustimmung zu dem Plan zu erlangen.
Constantia ex Flambeau wird allerdings tatsächlich mit Rosa Nocturna und Crispinus Comis im Bund zurückbleiben. Stattdessen wird Evelyn Streona die Magi begleiten, und auch Semper Secundus schließt sich der Reisegruppe an, während die geschwätzige Ethelred zuhause bleiben wird.

Um den besten Weg zum Palast des Königspaars in Erfahrung zu bringen, spricht Gudrid mit Saika. Die Falkenfae erklärt, dass der kürzeste Weg über die Märkte führe, denn die seien ja so etwas wie Knoten- oder Netzpunkte innerhalb der Feenwelt, und so führten von ihnen aus direkte Wege zur Hauptstadt.

Saika kann den Igniculi den Weg zeigen, sagt sie – aber obgleich sich ihr Zustand in den etwa zwei Monaten der Abwesenheit bereits deutlich verbessert hat, ist die Falkenfae noch nicht wiederherhestellt genug, um mit auf die Reise zu gehen. Dass sie wieder zuhause bleiben soll, passt Saika gar nicht, kann sie doch auf diese Weise ihre Pflicht als Leibwächterin nicht erfüllen.
Entweder sie will die Herrin (“Hüterin!”) begleiten, oder diese soll im Bund bleiben, wo Saika sie beschützen kann. Schließlich aber lässt die Jägerin sich von den Argumenten der Principa, dass nämlich die Mission zu wichtig sei, dass Saika jedoch erst wieder völlig gesunden müsse, damit sie ihrer Aufgabe richtig nachkommen kann, doch überzeugen – bzw. sie gehorcht zähneknirschend Guris explizitem Befehl.

Saika erklärt, die beiden nächstgelegenen Märkte seien der Jagdmarkt in der Nähe von Hernes Winterlager sowie der Steinmarkt, einige Tagesreisen ins Gebirge hinein. Da die Sodales nicht so genau wissen, wie lange sie eventuell auf dem Jagdmarkt aufgehalten werden würden – immerhin dreht sich dort alles um die Jagd, und wer auch immer dorthinkommt, ist entweder Jäger oder Beute (“Natürlich”, sagt Saika ganz verwundert. “Etwas anderes gibt es doch nicht…”) – beschließen die Sodales, doch lieber den kleinen Umweg über den Steinmarkt zu wählen.

Außerdem denken sie über ein angemessenes Gastgeschenk für das Königspaar nach. Irgendetwas Kreatives, wird relativ schnell klar, weil Feen selbst ja mangels Seele nicht schöpferisch tätig werden können. Und etwas, das aus Igniculus-in-Arden selbst stammt, nichts einfach Gekauftes.

Semper Secundus hat die brilliante Idee, dass Barde Cedric ein Lied für die Feenherrscher schreiben könnte. Dummerweise nur wird Cedric die Reisegruppe nicht begleiten [in-game gibt es natürlich eigentlich keinen Grund, warum nicht, aber Gudrid wird ja mit unterwegs sein, und zwei Charaktere eines Spielers auf einmal ist anstrengend], deswegen ändern die Sodales den Plan ein wenig ab.
Cedric wird die Ballade schreiben und im Bund schon einmal vortragen, und Semper Secundus wird die Aufführung mittels Magie memorieren und dann vor den Feen originalgetreu wiedergeben.

Während die beiden sich mit der Musik beschäftigen, fertigt Evelyn Streona aus bunter Wolle einige Armbänder an. Solches Kunsthandwerk ist ja auch kreativ und könnte als Geschenk dienen, wenn Not am Mann ist.

Dann geht es auf die Reise. Nach einigen Tagen in Richtung Westen kommt die Gruppe in den Bergen (was man eben in England so “Berge” nennt) an. Dort führt eine Höhle, ganz ähnlich wie beim Torghatten, in die Feenwelt, mit dem Unterschied, dass der Weg hier im Freien mündet.

Tatsächlich befindet sich ganz in der Nähe der erwähnte Steinmarkt, wo die Sodales von einem Zwerg mit grauem Bart und Haar ebenso wie grauer Haut und Kleidung begrüßt werden. “Ah, Ihr wollt handeln?”

Enttäuscht quittiert der Zwerg Gudrids bedauernde Verneinung und ihre Erklärung, man befinde sich nur auf der Durchreise… nur um dann von Evelyns “doch, doch” und der Präsentation ihrer Handwerkskunst gründlich verwirrt und zu griesgrämigem Gegrummel hingerissen zu werden.
Für eine Karte mit dem Weg zu Titanias Schloss fordert er nun drei von Evelyns Armbändern (“Zwei für die Karte und eines zur Strafe, weil ihr euch nicht entscheiden könnt, ob ihr handeln wollt oder nicht”), und der Versuch der jungen Adligen, ihn auf zwei herunterzudrücken, verbessert seine Laune kein bisschen und ist auch nicht von Erfolg gekrönt. “Handeln” ist eben nicht gleich “Feilschen”.

Mit der Karte in ihrem Besitz, die praktischerweise an dem Punkt, wo ihr Träger sich gerade befindet, ein bewegliches x anzeigt, geht der Weg leicht vonstatten. Die idyllische Sommerlandschaft tut ihr Übriges.
Unterbrochen wird die Wanderung aber am zweiten oder dritten Tag von einer aufgeregten Feenmenge, allesamt friedliche Bauern, die entsetzt um eine tote Kuh herumstehen. Gerissen worden sei sie, erzählen die Leutchen, von einem Raubtier, hier, im Herzen des Sommers!

Die Bisswunde stellt eine arkane Verbindung dar, anhand derer Wolfram etwas über den oder die Täter herausfinden kann. Und tatsächlich erkennt er den arkanen “Geruch”, ist er ihm doch schon einmal begegnet: Ein Eiswolf hat die Kuh gerissen.

Ein Eiswolf? Tora und ihre Leute hier, wo Sommer mit am stärksten ist? Ein Spähkommando vielleicht, mutmaßen die Magi.

In den folgeden Tagen treffen die Igniculi immer wieder auf Spuren der Eiswölfe, vor allem in Form von weiteren gerissenen Stück Vieh. Offensichtlich haben die vermuteten Nordlandfeen dasselbe Ziel wie die Sterblichen: die Hauptstadt des Sommers.

Diese ist schon von fern ein beeindruckender Anblick: Gebäude aus Stein, aber mit Efeu und Weinranken dicht bewachsen. Auch der Palast in der Stadtmitte ist, wie vom Zwerg auf dem Markt versprochen, nicht zu übersehen.
Dort angekommen, nennen die Igniculi, mit Principa und Feen-Expertin Gudrid als Wortführerin, den Torwachen ihr Begehr und werden kurz darauf von einem kleinen Fae, offensichtlich ein Gnom oder Leprechaun oder etwas in der Art, in Empfang genommen. Das Männlein stellt sich, nachdem die Magi ihre Namen genannt haben, als Haushofmeister Givin vor und wirkt gar nicht überrascht. Er habe sie erwartet, erklärt er; Herne habe ihm schon viel von der Herrin (“Hüterin…”) erzählt.

Viel. Soso. Grrr.

Der Idee einer Audienz beim Königspaar steht Givin zunächst skeptisch gegenüber, aber als Guri den Krieg erwähnt und eine eventuelle Möglichkeit, diesen zu vermeiden, wird er doch hellhörig. Er führt die Sodales zu einer Reihe von Gemächern, wo sie sich von der Reise ausruhen, frisch machen und umkleiden können, und verschwindet, nicht ohne vorher noch, zu Gudrids sichtlichem Unbehagen, ein paar weitere Bemerkungen in Sachen Herne fallen zu lassen: Er finde es schade, dass der Herr des Waldes nicht auch hier sei, und würde sich ja so freuen, wenn es bald wieder zu einer Begegnung zwischen dem Jägerlord und der Herrin (“Hüterin…”) komme, denn er sei ein heimlicher Romantiker. Hach ja.

Als der Gnom fort ist, bietet Wolfram der Principa Unterricht im Ruhe Bewahren an, während Evelyn der Halb-Huldra eindringlich ins Gewissen redet, es sich mit Givin nicht zu verderben: Immerhin sei der Haushofmeister eine gute Informationsquelle, die man mit ein wenig diplomatischem Geschick gut nutzen könne.
Semper Secundus’ Spieler wiederum ärgert sich, dass Ethelred nicht dabei ist, mit der er Givins Steilvorlagen mit Kusshand hätte aufnehmen können.

Nach einer Weile, die Igniculi sind inzwischen frisch gewaschen und einem Königshof angemessen gekleidet, kommt Givin zurück und erklärt, ihre Majestäten seien bereit für eine Audienz, jetzt sofort.

Im Thronsaal werden die Sodales nach entsprechend angemessener Begrüßungszeremonie vom Herrscherpaar freundlich empfangen. Auch sie haben durch ihren Lord Jäger bereits von den Igniculi (wohl eher von Guri, wenn der Bericht von Herne kam) gehört und zeigen sich interessiert, diese jetzt in Persona zu treffen.

König Oberon führt das Wort. Er will gleich zur Sache kommen, doch Gudrid bittet darum, zunächst ein kleines Zeichen der Wertschätzung darbieten zu dürfen. Die Feenherrscher stimmen zu, und so trägt Semper Secundus Cedrics Ballade vor.

Der Barde hatte ausnehmend gut gewürfelt und somit ein sehr schönes Lied komponiert und ergreifend vorgetragen, und schon zuhause im Bund hatte Secundus’ Zauber so gut funkioniert, dass er sich alles genau merken konnte. Nun jedoch hängt es an einem Finesse-Wurf, ob er das Gemerkte auch entsprechend wiedergeben kann.
Die Probe gelingt, und mit Ausgabe eines Confidence-Punktes (was nicht nötig gewesen wäre, aber in diesem Fall eine Frage des Stolzes war) ist Secundus’ Darbietung sogar exakt genauso gut wie Cedrics. Alles hört gebannt zu, und als der Tremere geendet hat, sind die beiden Fae tief gerührt, und über Titanias Gesicht läuft sogar eine Träne.

Nun wendet die Audienz sich dem Sachlichen zu. Gudrid berichtet genau über ihre Reise nach Asgard, was es mit Fenrirs Kette auf sich hat, was Lokis, und inzwischen auch Odins, eigentliche Beweggründe für den Krieg sind, wobei sie nicht verschweigt, dass Loki natürlich noch andere Ziele haben könnte, von denen außer ihm niemand etwas weiß; dass überhaupt alles nur auf den Vorbehalt gestützt ist, dass es glaubwürdig und logisch wirkt, man aber nicht mit letzter Sicherheit wissen kann, ob das alles die Wahrheit ist.

Schließlich stellt die Merinita die Idee von dem Kriegsersatz in den Raum. Oberon und Titania verständigen sich mit einem langen Blick, vermutlich sogar tatsächlich telepathisch, bis der König sich dann wieder zu den Sterblichen wendet und erklärt, für ihren Teil würden sie den Vorschlag annehmen. Für die Seite der Südlandfeen benennen sie die Igniculi als ihre Vertreter in dieser Angelegenheit und bitten um Vermittlung bei den Asen und – so diese denn dem Vorschlag ebenfalls zustimmen – als neutrale Partei um die Ausrichtung eines entsprechenden Turniers. Haushofmeister Givin werde ihr Ansprechpartner in allen Fragen seien.

Erleichtert über diesen Ausgang des Gespräches, nehmen die Magier an, ehe Guri noch die Eiswölfe erwähnt, auf deren Spur sie auf der Reise hierher immer wieder gestoßen seien. Ob ihre Majestäten etwas darüber wüssten?
Ja, sie hätten bereits davon gehört, erklärt König Oberon, aber diese Eindringlinge gehörten keinesfalls zum Südland. Ob es im Süden denn überhaupt Eiswölfe gebe, fragt die Halbfee verwundert. Ja, in dem Gebiet, das die Menschen Caledonien nannten, in der Domäne der Winterkönigin Mab, gebe es Winter- und Frostwölfe, ist die Antwort. Doch die erwähnten Wesen gehörten eben nicht dazu, denn ihre Majestäten könnten die Eindringlinge nicht spüren. Und das sei seltsam, denn normalerweise spürten er und Titania alle Lebewesen, die sich in ihrer Domäne aufhielten.

Diese Aussage bringt die Sodales zum Grübeln, wer wohl über die Macht verfüge, die Eiswölfe vor den Sinnen der Südfeenherrscher zu verbergen. Loki, ist Semper Secundus’ erste Vermutung. Aber der befindet sich doch weit im Norden, erwidert Gudrid, ist dann allerdings gezwungen zuzugeben, dass er sich weit im Norden befand, als die Gruppe ihm zuletzt begegnete. Wer kann schon, angesichts solcher Reisemöglichkeiten wie Heimdalls, ausschließen, dass der Trickster-Fae nicht inzwischen doch auch höchstselbst hier ist?
Entweder das, oder seine Tochter Tora hat vielleicht auch entsprechende Fähigkeiten. Oder noch ganz jemand anderes. Die Frage wird wohl offen bleiben müssen, bis die Igniculi die Möglichkeit haben, ihr nachzugehen.

Comments

Timberwere

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.