Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 25. Februar 2014

Mit Einbruch des Frühlings brechen die Igniculi (wieder einmal im Team Waldbrandrodung) gen Caledonien auf, um den Turnierort in Augenschein zu nehmen. In Nordengland angekommen, achtet die Gruppe darauf, nicht zu nah an Askeladds Operationsbasis vorbeizukommen; dem muss man jetzt nicht auch noch begegnen.

Entsprechend verläuft die Reise ereignislos, bis die Gruppe am nördlichsten Rand von Nordengland, aber noch nicht über die Grenze, an einen Bund namens “Porta Caledonia” gelangt, der hinter der Bundmauer aus zwei offensichtlich alten Türmen besteht. Hier werden die Reisenden vom Torwächter freundlich empfangen, auch wenn die meisten Magistres derzeit nicht anwesend sind, wie es heißt. Fast alle seien vor Tagen in den Kampf gegen die Diedne gezogen, der hier oben besonders heftig tobe. Nur ein älterer Magier ist im Bund zurückgeblieben, vermutlich, weil er selbst nicht mehr kämpfen kann. Dieser Magier, ein Ex Miscellanea, der sich als Magister Duncan vorstellt, empfängt die Sodales höflich und bietet ihnen die Gastfreundschaft des Bundes an. Beim Weg in den Speisesaal dann fällt ihm und auch den Sodales etwas Seltsames auf, das alle stutzen lässt.

Und zwar wird Constantia ex Flambeau in den Gängen des Bundturmes von einem blauen, etwas faustgroßen Licht verfolgt, das erst ungefähr auf Kopfhöhe die Mauern entlangstreift, dann, bei Betreten des Saales auf den Boden wechselt und sich dort an Constantia hängt. Die Igniculi selbst können in diesem fremden Bund kaum zaubern, weil ihnen die Erlaubnis dazu nicht gewährt wurde, aber auf ihre Vorschläge hin untersucht ihr Gastgeber das Phänomen und stellt fest, dass es sich um einen magischen Effekt handelt (Überraschung!), und zwar einen Ignem-Effekt, genauer gesagt, die Abwesenheit jeglichen Feuers und jeglicher Wärme.

Natürlich fragen die Sodales den alten Magier eingehend aus. Nein, so etwas ist nicht aufgetreten, seit er zurückdenken kann, und er ist bereits seit etwa 50 Jahren in diesem Bund. Ja, es gehörte über die Jahre auch immer der eine oder andere Flambeau zu der Gemeinschaft hier, aber dennoch sei dies das erste Mal, dass er so etwas sehe. Der Bund, oder besser, die beiden Türme, hätten bereits gestanden, als der Bund sich hier angesiedelt habe; die Bauwerke seien also viel älter. Sie wurden zur Zeit der Pikten-Überfälle erbaut, erklärt Duncan.

Jemand macht den Vorschlag, man könne doch einmal in der Bibliothek des Bundes nachschauen, ob sich dort vielleicht Hinweise finden lassen. Überhaupt, bietet Gudrid an, vielleicht lohnt sich eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Bünden, ein Austausch von Schriften vielleicht? Auch dafür lohnt sich ein Abstecher in die Bibliothek, um zu sehen, über welche magischen Texte Porta Colonia verfügt.

Doch als sie dort ankommen und den Raum betreten, glüht bei Constantias Eintritt der Torbogen rot auf und erwärmt sich rapide, so dass die Flambeau die Bibliothek schnellstens wieder verlässt, um zu verhindern, dass die dort gelagerten Schriften und die Regale, auf denen sie gelagert sind, in Flammen aufgehen. Der alte Ex Misc, zutiefst beunruhigt, erklärt, dass er unter diesen Umständen Constantia einen Bewacher mitgeben müsse – oder besser jemanden, der den blauen Punkt ständig im Auge behält. Die Flambeau, eingedenk dessen, dass dieser Bewacher ihr dann wohl auch in ihr Schlafgemach folgen wird, besteht auf weiblicher Begleitung. Da der Bund auch über weibliche Groggae verfügt, kann sie sich mit diesem Ansinnen sogar durchsetzen.

Am nächsten Morgen ist es in Constantias Zimmer so kalt geworden, dass sich Rauhreif an den Wänden gebildet hat – und das, obgleich den Sodales gleich bei Betreten des Gemäuers aufgefallen war, dass die Burg wohl entweder über heißen Quellen oder, ähnlich wie Igniculus-in-Arden selbst, über einem Ignem-Brunnen liegen muss, denn die Mauern des Turms waren eigentlich immer warm.

Angesichts dieser seltsamen Ereignisse bitten die Sodales darum, ob sie sich vor ihrer Weiterreise noch den anderen Turm ansehen dürfen, ob das Phänomen dort ebenfalls auftritt. Das tut es tatsächlich, und zwar so verschärft, dass in einem Saal, zu dem die Gruppe am Ende eines Ganges, in dem Constantia wieder von dem blauen Kreis verfolgt wurde, gelangt, auch wieder der Torbogen rot aufglüht und dann eine Reihe von Statuen in diesem Saal zum Leben erwachen und bedrohlich auf die Gruppe zugestapft kommen. Es gelingt zwar, die Tür in den Saal schnell genug zu schließen, aber beunruhigend ist der Vorfall allemal.

Außerdem finden sie in einem Saal noch ein kunstvoll gefertigtes Relief, das zwei Magier, augenscheinlich Merlin und Morgan-le-Fay, darstellt. Es ist magisch, soviel können die Gefährten herausfinden, aber was es genau tut, das erfahren die Igniculi nicht.

Auf der Weiterreise überqueren die Sodales dann recht bald die Grenze nach Caledonien und machen sich auf die Suche nach dem Ort, den Maeve ihnen genannt hat. Da sie in Porta Caledonia bereits nach dem Weg gefragt haben, stellt das kein sonderlich großes Problem dar. In Porta Caledonia hatte man sich übrigens auch eine Weile über den Diedne-Krieg und über Mabs Winterfeen unterhalten, wobei ersteres für die dortigen Magier eine deutlich größere Sorge darstellt als letzteres. Mit den caledonischen Feen hatte man bislang dort wenig zu tun, hieß es.

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Timberwere

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