Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 13. Mai 2014

Gray führt die Gruppe ins Feenreich, auf einer kürzeren Strecke, als der Weg eigentlich wäre. Dass sie Mabs Domäne betreten haben, bemerken die Igniculi vor allem daran, dass es irgendwann deutlich kälter wird und zu schneien beginnt.

Mabs Schloss ist eine mittelalterliche Festung aus grauem Stein, trutzig und doch irgendwie feenhaft elegant. Dank Grays Führerschaft lassen die Wachen am Tor die Gruppe anstandslos ein, aber nicht ohne Constantia mehr als seltsame Blicke zuzuwerfen. Und überhaupt erregt die Flambeau Aufmerksamkeit, wohin sie auch geht.

Königin Mabs Thronsaal ist voll von Feen aller Art, vor allem den menschenähnlichen Túatha Dé Danann; andere, weniger menschlich aussehende Feen nehmen eher die Rolle von Dienern ein. Auch hier blicken alle mehr oder weniger auffällig in Richtung Constantia, und ein Fae insbesondere, ein hochgewachsener Danann, starrt die Flambeau geradezu hasserfüllt an. Die Herrscherin des Winters hingegen begrüßt die Igniculi höflich, vor allem die vermeintliche Morgana. „Es ist lange her, dass du hier warst, Kind.“

Auf dem Weg durch die Gänge zum Thronsaal hatte Guri ihre Sodales noch einmal leise darauf hingewiesen, sich hier in Mabs Reich auf gar keinen Fall zu bedanken, da sie die Vermutung hegt, dass die Winterfeen diese spezielle Gepflogenheit nicht so locker nehmen wie Hernes Jagd. Und in der ewigen Schuld von Königin Mab und ihren Leuten stehen? Äh, nein. Was dann auch der Grund ist, warum der gesamte Aufenhalt mit einem Minenfeld von sehr sorgfältig abgewogenen Höflichkeiten wie “Wir wissen die Gastfreundschaft zu schätzen”, “Das ist sehr freundlich”, “Das wird hilfreich sein” etc. gepflastert ist.

Außerdem hatte die Merinita noch leise mit Constantia gesprochen und ihr geraten, die Scharade vor der Königin nicht aufrechtzuerhalten. Denn wer weiß, ob Mab nicht doch ganz genau merken würde, dass sie nicht die berühmt-berüchtigte Maga vor sich hat und in diesem Fall über eine bewusste Täuschung nicht sehr amüsiert ein dürfte.
Entsprechend offen reagiert Constantia jetzt auf die Begrüßung. Da müsse ein Irrtum vorliegen, sie sei Constantia ex Flambeau von Igniculus-in-Arden. Dummerweise ist Mabs Reaktion nicht die, die Constantia erwartet oder sich erhofft hätte. Die Winterkönigin nickt nämlich nur gönnerhaft. “Du bist also jetzt Constantia. Ich verstehe. Nun, ganz wie du wünschst, Kind.”

Ehe man auf den eigentlichen Grund für den Besuch zu sprechen kommt, bietet Mab den Sodales an, sich erst einmal frisch zu machen. Gray führt die Gruppe also unter weiteren Höflichkeiten zu einer Zimmerflucht, wo die Magier aus dem mitgebrachten Kunsthandwerk einen hübschen Präsentkorb zusammenstellen. Denn Mab wird garantiert wissen, dass Titania von den Igniculi ein Lied erhalten hat, da können sie ihr gegenüber nicht mit leeren Händen dastehen. Nicht als Geschenk natürlich – da wären die Feen ja nun wieder den Menschen verpflichtet, was gar nicht geht – aber als kleine Anerkennung für die erwiesene Gastfreundschaft.

Während die Gruppe sich noch in ihren Räumen befindet, erhält Constantia Besuch von einer Fae. Die junge Frau bietet sich “der Herrin Morgana” als Kammerzofe an und warnt sie vor Lord Sebastian, dem Danann mit den zornigen Augen. Sebastian habe nicht vergessen, was Morgana ihm angetan habe, und die Herrin solle sich vor ihm hüten. Nicht hier in der Burg, da werde er nichts wagen, da sie hier unter Mabs Gastrecht stünde, aber draußen im Freien bestünde dieser Schutz nicht.

Als Constantia jedoch fragt, was “sie” dem Lord denn angetan haben solle, antwortet die Dienerin nicht. Es stünde ihr nicht zu, darüber zu sprechen, wenn die Herrin Morgana es nicht mehr wisse. Dann sei es wohl gut, wie es sei. Mit diesen Worten zieht sie sich höflich zurück, nicht ohne noch einmal an ihr Angebot erinnert zu haben. Und die Igniculi wiederum können nur spekulieren, was zwischen Sebastian und Morgana vorgefallen sein muss. Verschmähte Liebe? Eine Liebelei, die in Hass umschlug? Irgendetwas in der Art können sich alle ganz gut vorstellen, aber genau wissen können sie es natürlich nicht.

Die eigentliche Audienz bei Königin Mab verläuft dann recht ruhig. Die meisten Höflinge haben den Thronsaal verlassen, und man bespricht das kommende Turnier. Gudrid erklärt in groben Zügen, was die Igniculi sich bereits ausgedacht haben, die Anzahl und Art der Kämpfe zum Beispiel, während Mab den Ort beschreibt, den sie sich für das Turnier vorgestellt hat. Aber Näheres wird dann auf später verschoben.

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Timberwere

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