Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 12. November 2013

Der erste Teil der Sitzung ist noch dem weiteren Gespräch mit Loki gewidmet. Die Igniculi, vor allem Gudrid, versuchen den Trickster-Fae mit den unterschiedlichsten Argumenten davon zu überzeugen, dass mit einem Krieg niemandem geholfen wäre. Aber abgesehen davon, dass Ethelred mit lauerndem Unterton fragt, warum Guri das so wichtig sei, ob es da jemanden gebe, den sie besonders schützen wolle, und dieses ewige Gestichel den Kuhschweif der Principa wieder einmal zum Peitschen bringt, zeigt das Gespräch wenig Erfolg. Loki ist einfach zu fest entschlossen, diesen Krieg vom Zaun zu brechen, und außerdem mache so ein Krieg ja auch Spaß. Also zumindest sehe er gerade nichts, was ihn davon abbringen könne, aber vielleicht falle den Igniculi ja doch noch was ein.

Kurze Zeit darauf, als den Sodales eben nichts eingefallen ist, verabschiedet Loki sich, fragt allerdings vorher noch, ob er denn den Brief nun überbringen solle. Nachdem sie ihn entsprechend eng gesteckten Fragen (sprich: ohne Änderungen überbringen, Odin selbst überbringen, ohne Verzögerung überbringen und dergleichen Vorsichtsmaßnahmen mehr) darauf festgenagelt haben, befinden die Magier, dass es nichts schaden kann, wenn Loki die Nachricht abliefert – falls er es tut, gut; falls nicht, stehen sie wohl auch nicht schlimmer da als vorher – und beauftragen ihn mit der Überbringung.

Das Gespräch kommt auf den Aschenkerl, ob und inwieweit der vielleicht mit den Feen tatsächlich aktiv im Bunde steht. Daraus entspinnt sich die Idee, ob man nicht Heimdall fragen könne, wo Askeladd sich gerade aufhalte, da der Brückenwächter ja alles sieht und alles hört.
Darauf angesprochen, reagiert Heimdall mit einer Gegenfrage: “Was ist es euch wert?”

Das ist eine sehr gute Frage, weil sie von seiner Seite aus sehr ernst gemeint ist. Gudrid stellt für sich sehr schnell fest, dass zumindest sie persönlich für das Wissen um Askeladds Aufenthaltsort kaum etwas zu zahlen bereit ist. Denn erstens wäre das eine Momentaufnahme, die sich bis zur Rückkehr der Igniculi nach England sehr schnell wieder ändern kann, und zweitens wissen die Magier ja bereits, wo das Dorf liegt, das der Aschenkerl in England zu seinem Standort gemacht hat. Sie hatten nur bisher nicht die Zeit bzw. nicht die Feuerkraft, ihn dort aufzusuchen.

Interessanter wäre da schon eine andere Information. Und zwar die um die restlichen Schlüssel, die dem Bund noch fehlen, um den Visbrunnen in ihrem Keller wieder öffnen und den Feuerwolf dorthin zurückkehren lassen zu können.
Um über das “Was ist es euch wert” zu diskutieren, haben die Gefährten sich aus reiner Höflichkeit aus Heimdalls direkter Umgebung zurückgezogen und besprechen das Thema wieder in der Taverne, in der sie mit Loki geredet hatten.

Und hier kommt es beinahe zum Eklat untereinander.
Denn als das Thema ‘Schlüssel’ aufkommt, weiß Constantia einen Moment lang nicht, welche Schlüssel gemeint sind, und fragt nach.
Und Ethelred, ausgerechnet Ethelred mit ihrer so gut wie nicht existenten Aufmerksamkeitsspanne, die sich nichts merken kann und mit ihren ständigen Nachfragen und Verwechslungen schon mehr als einmal für Verwirrung, Konsternation und schlichte Genervtheit bei ihren Sodales gesorgt hat, bringt der Flambeau gegenüber den unglaublich frechen Spruch: “Die Vis-Schlüssel. Meeeensch. Jetzt pass doch wenigstens einmal ein bisschen auf.”

Was zu viel ist, ist zu viel. Die Maga, die aufgrund von Ethelreds ständigen (und von Constantia für absichtlich gehaltenen) Missverständnissen kurz zuvor bereits für einige Minuten entnervt die Taverne verlassen hatte, um draußen tief durchzuatmen und irgendetwas in Brand zu stecken, was nicht dem Gastwirt oder ihren Freunden gehört, reagiert reflexartig und jagt einen Flammenspeer auf die Kräuterfrau. Und diese hätte wohl eine schlimmere Wunde davongetragen, wenn Constantia nicht selbst noch verletzt wäre und ihr Zauber daher nicht ganz so wirkungsvoll herauskommt, wie er das sonst getan hätte. So aber wird Ethelred nur vergleichsweise leicht angesengt.

Es bedarf eines Machtwortes von Gudrid und deutlicher Worte in die Richtung beider Frauen, um die Ruhe wiederherzustellen. Vor allem Ethelred nimmt die Huldra ziemlich scharf ins Gebet (“Solange es nicht konkret zur Lösung unseres Problems beiträgt, will ich heute kein Wort mehr von dir hören!”), weil deren ewige Sticheleien im Verbund mit den besagten Missverständnissen und dem Bälle-Zuspielen mit Knut-dem-Baum (der das “Dinge missverstehen”-Spielchen beinahe genausogut beherrscht) auch die Principa an diesem Abend nahe an den Rand ihrer Geduld gebracht haben, wie der immer wieder lospeitschende Kuhschweif beweist.

Dann wendet sich das Gespräch also einigermaßen konstruktiv der Frage zu, ob und was die Magi zu geben bereit sind, um von Heimdall die Frage nach den Vis-Schlüsseln beantwortet zu bekommen. Seelen, Leben und so lustige Dinge wie das von Feen immer gern genommene “das erste, was mir zuhause entgegenkommt” werden von Anfang an ausgeschlossen, aber irgendwie kommen die Sodales auch danach auf keinen grünen Zweig. Niemandem fällt etwas ein, das er oder sie als angemessene Gegenleistung für die Information empfinden würde.

Und so endet die Sitzung mit dieser Frage bzw. an diesem Punkt, und wir Spieler beschließen, bis zum nächsten Mal darüber nachzudenken.

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Timberwere

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