Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 25. Juni 2013

Das “Team Wald” (a.k.a. Gudrid, Wolfram, Ethelred und Knut der Baum) und das “Team Brandrodung” (a.k.a. Constantia ex Flambeau) machen sich auf den Weg zu Hernes Herbstlager, das tiefer im Feenwald liegt als das Frühjahrslager, wo das letzte Treffen stattfand. Nach einer Weile kommen die Igniculi an eine Schlucht, die ihnen den Weg versperrt und über die als einzige Möglichkeit zum Weitergehen eine natürliche Felsbrücke führt. Dummerweise wird diese Brücke von einem riesenhaften Wesen bewacht – keinem Troll, wie sich herausstellt, sondern einem Menschen mit Riesenblut. Der Wächter ist fest entschlossen, niemanden durchzulassen und benimmt sich anfangs generell ziemlich feindselig. (Gudrid: „Wir führen nichts Böses im Schilde!“ Das Riesenblut klopft vielsagend auf seine Keule: „Ich aber!“) Dann aber lässt er sich doch in ein Gespräch verwickeln und verrät den Sodales ein bisschen mehr. So hütet der Riesenblütige diese Brücke schon seit dem Sommer, was ihm inzwischen herzlich langweilig ist, aber „sie“ hat es befohlen, und daran muss er sich halten. Er gehorcht Tora und den Eiswölfen, denn die hat ihm glaubhaft angedroht, sie werde ihn sonst an Thor verfüttern. Ja, Tora hat gute Kontakte zu Thor, aber noch bessere zu Loki, sagt der Riesenblütige. Er hatte einen Kumpel, auch ein Riesenblut, der aber nicht ganz so groß und nicht ganz so stark war wie er selbst, der von den örtlichen Feen umgebracht wurde.

An dieser Stelle gab es ein paar Minuten Albernheit mit Raben-Wortspielen, die ich eigentlich auch gerne in die Anekdoten packen wollte, aber leider nicht mehr zusammenbekomme. Wir schaukelten uns aber gegenseitig mit Wortspielen zum Thema “Raben” hoch, bestimmt vier oder fünf hintereinander, was für große Erheiterung sorgte. Es endete jedenfalls mit “Und ein heiliger Rabe ist dann ein Rabiner?” (danke Slobo für den Gedächtnis-Schubser; alleine hätte ich keinen einzigen mehr gewusst.)

Wolfram bringt seine Sodales schließlich in Rabengestalt mit Hilfe des Federzaubers, den er schon damals bei der Großen Jagd auf die Beute angewandt hatte, auf die andere Seite. Dagegen hat der Riese nichts einzuwenden, denn seine Brücke haben die Igniculi ja dabei nicht betreten, er seine Pflicht also gewahrt. Dann geht der Bjørnær die Gegend auskundschaften, während der Rest der Gruppe in einer schnell erschaffenen und von Knut dem Baum bewachten/getarnten Erdhöhle wartet. Hernes Herbst- und Winterlager ist eine hölzerne und von Palisaden umgebene Festung auf einer Lichtung im Wald. Hier hat der Winter bereits deutlich Einzug gehalten, deutlich vor der Zeit: es schneit und ist sehr kalt.

In Vogelgestalt redet Wolfram mit einem Raben, den er in der Nähe des Forts antrifft. Von dem bekommt er die folgenden Informationen: Ravenna, die Rabenfee, ist nicht da. Sie wollte nach Norden, um mal mit dem Chef der Nordlandfeen zu reden, Odin, oder wie der heiße. Der habe einen Draht zu Raben. Von den Feen gehe keiner jagen, die seien alle drinnen im Fort. Nur einer sei vor kurzem weg gewesen und mit Schweinen wiedergekommen, der komme öfter mal raus und bleibe eine Weile weg, ehe er wiederkomme. Die Wölfin bringe alles durcheinander; sie habe Herne völlig unter ihrer Fuchtel.

Wolfram kehrt zur Gruppe zurück und informiert die Sodales entsprechend. Gemeinsam beschließt man, auf Gauwron zu warten – immerhin verlässt der ja ab und zu das Fort, wie es hieß. Und tatsächlich taucht die Wolfsfee irgendwann auf und wird von den Igniculi angesprochen. Gauwrons erste Frage gilt Saika.
„Wie geht es ihr?“
„Sie lebt.“
„Gut!“
„Du hast auf sie geschossen.“
„Mangels Alternativen. Sie hat versucht zu fliehen; ich habe versucht, sie aufzuhalten.“
Gauwron hat die Falkenfee vom Himmel geschossen, sagt er; offensichtlich hatte sie ihre Flucht in Vogelgestalt unternommen.
„Wo stehst du jetzt im Rang?“, ist eine weitere Frage. „Wo ich hingehöre“, antwortet Gauwron.
„Und wo ist das?“ – „Wo ich den meisten Nutzen bringe.“
„Herne oder dir?“ – „Beides.“
„Was ist eigentlich genau passiert?“

Auf diese Frage erzählt der Wolfs-Fae folgendes: Die Fremden kamen an; die Eiswölfin forderte Wuk heraus, dann besiegte, demütigte und tötete sie ihn und beanspruchte Gauwrons Beute für sich. Tora vertraut Gauwron nicht, aber er ist recht nützlich für sie. Mit Herne zu sprechen, wie die Sodales es planen, sei nicht so das Problem, erklärt er dann, aber eine Antwort zu bekommen, schon eher, denn Herne sei völlig lethargisch geworden. Das war kurz nach der Großen Jagd: Nachdem Tora Wuk besiegt hatte (sie wusste ganz genau über die Gebräuche der Feen bescheid und darüber, was sie wie zu tun hatte), verlor Herne immer mehr jeglichen Antrieb. Anfangs hatte er selbst keine Lust zu jagen, dann gab er den Befehl, dass gar niemand mehr jagen dürfe, jedenfalls nicht im Wald. Deswegen geht Gauwron auch immer außerhalb des Waldes auf die Pirsch. Allerdings glaubt er, dass dieses Schlupfloch in den Befehlen absichtlich offen gelassen worden sei.

Seit sie nicht mehr im Wald jagen dürfen, sind die Feen nicht mehr sie selbst, sagt Gauwron. Es schneit, seit die Nordleute angekommen sind. Und seit die Nordleute da sind, werden die Feen auch immer schwächer (wobei das schon begann, seit die ganzen Kirchen im Land gebaut wurden und die Leute dem christlichen Glauben anhängen.) Außerdem fällt beim Gespräch über die Nordlandfeen noch der Name „Uhl der Jäger“, Herr der Jagd und der Spiele.

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Timberwere

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