Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 05. Juni 2012

Der Sohn erzählt, dass die Burg von etlichen Geheimgängen durchzogen wird: Dann sollte man die doch auch am besten gleich nutzen. Der junge Mann zeigt den Weg, bleibt aber am Eingang zurück.
Der beschriebene Gang endet an einem in das Mauerwerk eingelassenen Hebel, aber ehe jemand den betätigt, wendet Semper Secundus wieder einmal seinen durch-die-Wand-seh-Zauber an und stellt fest, dass die Geheimtür am Ende eines kurzen Ganges liegt, mit Abzweigungen jeweils zur Rechten und zur Linken, und einer T-Kreuzung dahinter. Und an der Wand in der Mitte der T-Kreuzung lehnt einer der Wikinger, der auf diese Weise alle drei Richtungen im Auge behalten kann. Er wirkt nicht übermäßig wachsam, aber bemerken wird er die Gruppe dennoch, wenn sich plötzlich ein Durchgang in der Mauer öffnet und sechs Leute hindurchkommen.

Es folgt etwas Planung, so etwa die Überlegung, ob der Tremere vielleicht Evelyn Streona unsichtbar machen könne. Letztendlich legt der Imaginem-Spezialist jedoch die Illusion der unberührten Mauer vor die Geheimtür. Noch aus der Verborgenheit heraus wirkt Semper Secundus einen Spruch, der den Nordmann lautlos macht, damit dieser nicht Alarm geben kann.
Allerdings fällt dadurch die Illusion vor der offenen Tür, aber inzwischen sind ja alle hindurchgegangen und können agieren, und der Wächter kann eben keinen Ruf mehr ausstoßen.

Rosa Nocturna hebt den Mann von den Füßen und lässt ihn unter die Decke schweben, um ihn kampfunfähig zu machen. Dies hindert ihn allerdings nicht daran, weiterhin bedrohlich sein Schwert zu schwenken und den Weg ziemlich effektiv für die Gruppe zu versperren.Selbst als ein weiterer Rego-Corpus-Zauber ihn dazu bringt, sein Schwert fallen zu lassen, ballt er noch bedrohlich die Fäuste.

Cedric of Aymerstone versucht in seinem gebrochenen Norse den Kerl zum Aufgeben zu bringen, aber entweder wirkt der Barde nicht bedrohlich genug, oder seine Sprachkenntnisse reichen einfach nicht, oder beides, denn der Nordmann fletscht nur wild die Zähne und knurrt. Evelyn Streona wirft dem Barden das Ende eines Seils zu, um mit ihm zusammen den Wächter zu fesseln. Dazu muss Cedric allerdings irgendwie an dem Kerl vorbei, um auf dessen andere Seite zu kommen. Und obwohl der Barde mit genau so etwas gerechnet hat und auf der Hut war, ist der Wikinger doch zu schnell für ihn. Ehe er es verhindern kann, fühlt Cedric sich am Hals gepackt und hochgezogen, und auch sein in die Weichteile des Kerls gerammter Ellenbogen hilft da nichts.
Glücklicherweise jedoch ist Rosa Nocturna zur Stelle, die mit demselben Rego-Corpus-Spruch wie zuvor den Mann dazu bringt, Cedric fallen zu lassen. Mit einer weiteren Anwendung von Rego Corpus werden Arme und Beine des Wikingers steif und an seinen Körper geklebt, so dass er nun endlich gefesselt werden kann.

Nun ist auch endlich Zeit, sich in dem Keller genauer umzusehen und die Orientierung wiederzugewinnen. Bei dem Blick durch das Taschentuch hatten die Magi ja den Keller und seine Gänge zu sehen bekommen. So können sie nun auch feststellen, wo genau sie sich befinden und wo es zum Gefangenen geht.

Die beiden Seitengänge in dem kurzen Gang, in den die Geheimtür mündete, enthielt die Zellen des Kerkers, und hier finden die Sodales auch die entführte Amorena. Muto Terram öffnet das Schloss, dann ist es zu Rosa Nocturnas genervtem Augenrollen an Cedric, mit seinem nicht unbeträchtlichen Charme die verstörte junge Frau zu beruhigen. Der Gefesselte wird währenddessen in eine der leeren Zellen gebracht.

Anschließend blickt Semper Secundus durch die Tür des Raumes, in dem beim letzten Mal der Gefangene an der Teleportationsrune arbeitete. Auch diesmal ist der Mann, unter dem leicht gelangweilten Auge von zwei Nordmännern, wieder damit beschäftigt.
Die beiden Wächter außer Gefecht setzen kann man wohl am ehesten durch eine Täuschung. Eine erste Überlegung ist es, Cedric so aussehen zu lassen wie den Wikinger von draußen, damit der so tun soll, als habe der Burgherr ihm den Befehl gegeben, die Männer zu versammeln. Aber dieser Vorschlag wird schnell wieder verworfen, da das bestenfalls rudimentäre Norse des Barden wohl kaum dafür ausreichen wird, eine überzeugende Vorstellung hinzulegen.

Statt dessen einigt man sich darauf, dass Semper Secundus per Formelspruch ein täuschend echtes Imaginem des Burgherren erstellt, das auch genauso spricht wie dieser. Diese Illusion muss zwar in Sichtweite des Zaubernden sein, um weiter zu funktionieren, aber wenn der Tremere sich selbst unsichtbar macht, dann kann er ja bei seiner Kreation bleiben.

So lässt der junge Illusionist das Abbild des Burgherren selbstbewusst in den Raum stolzieren und die Männer hinausschicken, weil er mit dem Gefangenen alleine reden will. Die Nordmänner sollen währenddessen in einem bestimmten Raum oben im Gebäude auf ihn warten. Die beiden Männer schöpfen auch tatsächlich keinen Verdacht, sondern verlassen anstandslos den Raum, und da der Rest der Gruppe sich natürlich im Zellentrakt versteckt hat, bemerken sie auch draußen nichts Ungewöhnliches, sondern räumen das Feld.

Das Imaginem des Burgherren beordert indessen den Gefangenen hinaus, sagt aber noch nichts von ‘Retten’ oder ‘Helfen’ und wird deswegen von dem Mann von hinten mit einem schweren Goldklumpen angegriffen, als Semper Secundus das Abbild vorangehen lässt. Um so größer ist der Schock des Gefangenen, als die improvisierte Waffe einfach durch das Imaginem hindurchsaust.
Die Hexerei nimmt der Mann dann aber doch gerne in Kauf, als sich herausstellt, dass sie dazu dient, ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Mit den beiden Geretteten im Schlepptau zieht die Gruppe sich wieder in die Geheimgänge zurück, wo ihnen schon der Rittersohn entgegen kommt. Der junge Mann ist entsetzt über den Beweis der Machenschaften seines Vaters und zunächst ratlos, wie er sich ihm gegenüber weiter verhalten soll. Die Magier bitten ihn, sich wenn möglich nichts anmerken zu lassen, sondern auf der Burg zu bleiben, als sei nichts geschehen, und statt dessen versuchen, herauszubekommen, warum sein Vater sich mit dem Aschenkerl verbündet hat. Der Sohn verspricht, die Ohren offenzuhalten und den Bund zu informieren, sobald er etwas erfahre.

Der erst gemauerte, dann gehauene Geheimgang, den der junge Mann der Gruppe zeigt, ehe er sich verabschiedet, damit seine Abwesenheit nicht auffällt, zieht sich unter der Burgmauer hindurch und dann noch ein ganzes Stück durch einen Erdtunnel, bis er schließlich in der Scheune eines der umliegenden Gehöfte endet.

Amorena wird zurück zu ihrer Familie gebracht. Den Häuptlingssohn des Nachbardorfes heiraten möchte sie zwar immer noch nicht, aber sie setzt sich auch nicht mehr zur Wehr oder versucht, wieder zu flüchten. Dem befreiten Gefangenen, der sich als gelernter Goldschmied vorgestellt hat, bieten die Magi an, sich dem Bund anzuschließen. Immerhin ist das ja genau einer der noch fehlenden Handwerker. Da der Mann keine Familie hat und seine gesamten Goldvorräte in Sir Trevans Burg zurücklassen musste, nimmt er das Angebot dankend an, als er erst einmal über den Schock hinweg ist, dass es sich bei seinen Rettern um Magiewirker handelt.

Bleibt die Frage, warum Sir Trevan sich mit den Nordmännern eingelassen hat. Und, wichtiger, wie groß der Rückschlag war, den Askeladds Pläne durch die Befreiung des Goldschmieds erlitten haben. Wäre er nicht unterbrochen worden, hätte der Gefangene die Arbeit in wenigen Tagen erledigt. Nun ist nur zu hoffen, dass es wirklich einen Goldschmiedemeister braucht, um das Metall zu schmelzen und in die vorbereiteten Vertiefungen zu gießen. Denn wenn das auch ein ungelernter Handlanger tun kann, dann haben die Igniculi zwar einen Goldschmied gewonnen, aber Askeladd wird dennoch in nur wenigen Tagen ein permanentes Tor ganz in ihre Nähe besitzen.
Und das wiederum würde bedeuten, dass das Problem Askeladd sehr viel eher wieder an Priorität gewinnen könnte, als die Sodales sich das gedacht hatten…

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Timberwere

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