Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 22. Mai 2012

Dank Rosa Nocturnas magischer Triangulation wissen die Igniculi ungefähr, wo die geflüchtete Amorena sich aufhält. In dem Gebiet befinden sich einige Gehöfte und auch der Sitz eines Ritters, Sir Trevan. Diesen Ritter kennt Evelyn als relativ einsiedlerisch, vor allem mit dem Tod seiner Frau, seit welchem Sir Trevan mit seinem Sohn alleine auf der Burg lebt.

Die Gruppe beschließt, sich zunächst auf den Bauernhöfen nach dem Mädchen umzusehen. Es ist ein wunderbarer Frühsommertag, und am ersten Hof wird gerade Heu gemacht. Der alte Bauer, der die Tür öffnet, schleudert den Fragenden zunächst empört entgegen, seine Enkelin würden sie nicht bekommen, lässt sich aber dann beruhigen, als er erfährt, dass die gar nicht das Ziel der Erkundigungen ist.
Amorena habe er allerdings auch nicht gesehen, sagt er, und das klingt auch durchaus glaubwürdig.

Barde Cedric befragt draußen auf der Wiese noch die Feldarbeiter und erfährt dort zwar auch nichts über die Vermisste, aber immerhin, dass vor kurzem die Kutsche des Ritters vorbeigefahren sei, mit einem großen Unbekannten neben dem Kutscher auf dem Bock.

Die Gruppe beschließt, die anderen Gehöfte erst einmal hintenanzustellen und sich gleich der Burg und Sir Trevan zu widmen.
Den Weg dorthin verkürzt Cedric mit einigen Balladen und lernt von Hermes Fidelis auch ein neues Lied auf Italienisch, eine Sprache, die er gar nicht beherrscht, aber so etwas hat den Barden ja noch nie abgehalten.

An Sir Trevans Burg – eigentlich mehr ein von einer Mauer umgebener Turm denn eine richtige Burg – beginnen hektische Aktivitäten, als Evelyn Streona unter den Besuchern erkannt wird.

(Diese Szene führte übrigens zu großer OOC-Erheiterung, und der daraus geborene Begriff hielt sich als Running Gag für den Rest des Abends. Er ergab sich daraus, dass Cedric beim Wachtposten auf der Mauer nur seinen eigenen Namen angab und völlig vergass, die eigentlich bedeutendere Evelyn zu erwähnen, worauf dann ooc die Frage aufkam, was Evelyn denn nun eigentlich sei. Selbst von adeligem Geblüt oder, dank ihrer Heirat mit dem Sohn des Alderman von Warwick, nur angeheiratet, also eine Schwieger-Adelige?)

Der Burgherr empfängt die Gäste freundlich und ziemlich peinlich berührt ob seiner unvorbereiteten Küche – immerhin steht Evelyn im Rang über ihm. Das Abendessen ist aber dann alles andere als Armenfraß , wenn auch nicht übermäßig üppig. Ser Trevans Sohn (sein Name wurde bestimmt genannt, aber er ist mir entfallen) stößt ebenfalls zu den Speisenden, ansonsten sind nur noch zwei Pagen anwesend, keine weiteren Gäste.

Das Gespräch kommt relativ bald auf den Grund des Besuchs. Die Igniculi halten auch nicht mit der Wahrheit hinter dem Berg, sondern erklären offen, dass sie im Auftrag ihres Vaters auf der Suche nach einer verschwundenen jungen Frau seien. Dabei beobachten sie die Reaktionen der beiden Gastgeber genau.
Sir Trevan scheint irgendetwas zu verbergen. Was es genau ist, lässt sich auf Anhieb nicht sagen, aber irgendwas weiß der Mann. Sein Sohn hingegen scheint völlig aufrichtig, als er seine Unwissenheit erklärt.
Die Erwähnung von wilden Wölfen und Nordmännern in der Nähe erschreckt den Ritter. Als er hört, dass mit „Nähe“ eine ganze Tagesreise gemeint ist, ist ihm seine Erleichterung deutlich anzumerken.

Der Sohn mag übrigens achtzehn oder neunzehn Jahre zählen – genau das richtige Alter, um Amorenas geheimer Herzensliebster zu sein. Gegen diese Theorie spricht neben seiner fehlenden Reaktion auf den Namen des Mädchens allerdings, dass der junge Mann gerade aus Italien zurückgekommen ist, wo er ein Jahr verbracht hat. Sehr zum Missfallen seines Vaters schwärmt der Junge von Venedig als einem Ort, der ihm besser gefalle als seine Heimat: kultivierter, besseres Wetter, nicht so gewalttätig.

Durch die Italien-Verbindung haben Trevans Sohn und Hermes Fidelis ein Thema, über das sie plaudern können, und als Cedric sein übliches Repertoire zum besten gegeben hat, trägt er irgendwann auch das neu gelernte italienische Stück vor… was den Rittersohn amüsiert und den Mercere knallrot anlaufen lässt. Aber weil Hermes Fidelis den ganzen Abend über einiges gebechert hat, ist er immerhin angesäuselt genug, um bei dem mehr als anzüglichen Lied doch den Refrain mitzusingen.

Irgendwann gehen Crispinus Comis und Semper Secundus hinaus, um frische Luft zu schnappen. Dabei wechseln sie einige Worte mit dem Wachhabenden und kommen auch auf die Kutsche mit dem Fremden auf dem Bock zu sprechen. Ja, erklärt der Wachmann, das seien vier Nordmänner, Gäste des Herrn seit etwa einer Woche.
Sehr interessant, dass Sir Trevan von diesen anderen Gästen keinen Ton erwähnt hat…

Die beiden Magi sehen sich unauffällig die Kutsche an und finden dort einen Fetzen aus Leinenstoff. Außerdem beobachten sie einen der Fremden dabei, wie der eine Treppe zu einer Tür außen am Turm hinuntergeht.
Als sie zurückkommen in den großen Saal, haben sich Vater und Sohn bereits zurückgezogen. Deswegen können die beiden ungestört von ihren Entdeckungen berichten und ihren Sodales das Stück Stoff zeigen. Eine magische Analyse erweist es als Teil eines Leinenkleides, wie Amorena es getragen bzw. gestohlen haben könnte. Es scheint also so, als sei die junge Frau doch hier. Und zwar vermutlich unten in dem Turm, wo der Fremde eben verschwunden ist.

Also nachsehen gehen. Zu diesem Zweck schleicht sich Semper Secundus mit seinen üblichen Vorsichtsmaßnahmen die Treppe hinunter und schaut mit seinem Durch-die-Wand-seh-Spruch in den Raum, diesmal allerdings so improvisiert, dass er auch hören kann, was gesagt wird. Dort sitzen zwei der Männer beim Würfelspiel und unterhalten sich tatsächlich – dummerweise allerdings auf Norse, was Semper Secundus nicht versteht. Diese Ebene des Turmes scheint aus mehreren Räumen zu bestehen, und nicht alle grenzen an die Außenwand. Der Magus wird also mit seinem Wandzauber nicht alles absuchen können.
Seine Überlegungen, wie er am besten unbemerkt hineingelangen könnte – sich selbst unstofflich machen, die Wand durchlässig machen, einen der anderen Gefährten an die Tür klopfen lassen, damit er unsichtbar und unbemerkt hindurchschlüpfen kann, wenn sie geöffnet wird, etc. etc. – fallen dem Ende des Spielabends zum Opfer. Oder besser: Jetzt hat sein Spieler eine Woche lang Zeit zu überlegen, wie genau er vorgehen möchte.

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Timberwere

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