Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 15. Mai 2012

Die ersten Wochen des Sommers gehen ins Land, während die Magi sich mit unterschiedlichen Tätigkeiten befassen. So schreibt die Principa Briefe an die anderen Bünde in erreichbarer Nähe, um Igniculus-in-Arden vorzustellen bzw. von den Veränderungen dort zu berichten und einen gelehrten Austausch vorzuschlagen. Vielleicht haben diese anderen Bünde ja magische Schriften, von denen die Igniculi profitieren könnten, oder umgekehrt.
Semper Secundus hat indessen – bald nach Hermes Fidelis’ Ankunft, um genau zu sein – seinem Parens einen Antwortbrief geschrieben und um Aufschub von dessen Besuch gebeten, weil es Dinge zu erledigen gebe, denen er sich alleine stellen wolle.

Einige Tage später bekommt der Bund Besuch von einem Bekannten: Es ist Cedric, der alte Einsiedler aus dem Wald, dessen Hütte den Tunnel zu der Regio mit dem magisch geschützten Dorf verbirgt. Darek, dem Anführer jenes Dorfes schulden die Igniculi ja noch einen Gefallen, seit er ihnen das magische Kästchen mit den Informationen über die Diedne wieder überlassen hat. Diesen Gefallen möchte der Alte jetzt, wenig überraschend, im Namen seines Anführers einfordern.

Dabei handelt es sich um folgendes: Dareks Tochter Amorena ist verschwunden, und die Magier sollen sie finden. Die junge Frau soll heiraten, hatte sich aber nicht sehr begeistert von dem Gedanken gezeigt, und nun ist sie offensichtlich abgehauen.

Nachfragen seitens der Sodales bringt noch einige weitere Informationen zutage: Die Hochzeit mit dem Sohn eines benachbarten Clans war bzw. ist für den Tag der Sommersonnenwende geplant. Dieser benachbarte Clan ist Darnec und seinen Leuten zwar nicht feindlich gesinnt, aber es gab bisweilen schon gewisse Spannungen zwischen den beiden Dörfern.
Die parallele Regio ist ziemlich groß, und es gibt einige Dörfer dort. Soweit Cedric-der-Ältere aber weiß, ist der Tunnel unter seiner Hütte der einzige Weg hinein und hinaus. Amorena könnte sowohl in der Regio als auch draußen sein, weil Cedric den Tunnel zwar bewacht, aber eben nicht ständig. Manchmal muss er auch schlafen, und wenn die junge Frau sich geschickt angestellt hat, müsste es durchaus möglich für sie gewesen sein, sich vorbeizuschleichen.
Ob sie einen Liebsten hat, den sie ihrem Versprochenen bevorzugen würde, und ob das der Grund für ihre Weigerung ist, kann der Alte nicht sagen. Zumindest hat sie nie davon gesprochen, soweit er weiß. Kämpfen kann die Häuptlingstochter etwas, aber es ist nichts, das sie übermäßig auszeichnet. Auch magische Fähigkeiten hat sie Cedrics Wissen nach nicht.

Die Igniculi erklären sich bereit, sich auf die Suche nach Amorena zu machen, in einer Gruppe bestehend aus den Magiern Semper Secundus, Rosa Nocturna und Crispinus Comis sowie den Companions Evelyn Streona, Father Geoffrey und Cedric-dem-Jüngeren. (Da Hermes’ Spielerin nicht anwesend war, wissen wir nicht, ob sie mit ihrem Magier oder ihrer Companion mitgehen möchte; das wird sich dann beim nächsten Mal zeigen.) Auch der alte Einsiedler schließt sich natürlich der Gruppe an, er möchte ja wieder nach Hause.

Wie beim letzten Mal dauert die Reise nach Warwick zwei Tage und verläuft ereignislos, aber diesmal sehen die Igniculi unterwegs mehrere von Wölfen gerissene Kühe. Und auch das Dorf, in dem die Gruppe übernachtet, geht der Schrecken vor einem Wolfsrudel um, das in letzter Zeit aus dem Wald in die offenere Feld- und Wiesenlandschaft umgesiedelt zu sein scheint und häufiger mal die Herden anfällt.
Das, erkennen und befürchten die Magier, wird wohl auch eine direkte Auswirkung des Flammenwolfes sein, der in seiner Umgebung außer seinem Weibchen und seinen Jungen keine Konkurrenz duldet und alle anderen Raubtiere aus Arden vertrieben hat. Dagegen lässt sich allerdings im Moment erst mal nichts tun.

Am Stadttor von Warwick angekommen, wird vor allem Evelyn Streona von den Wachen erkannt und die Gruppe ohne weiteres eingelassen. Barde Cedric besorgt Zimmer im Gasthaus und erklärt sich bereit, am Abend dort auch aufzuspielen.
Der Wirt unterhält sich eine Weile mit der jungen Witwe, die ja ein halbes Jahr lang nicht in der Stadt war, und tauscht mit ihr die letzen Neuigkeiten aus. Dabei kommt das Gespräch auch auf ihren Lieblings-Händler, bei dem sie bis zu ihrem Wegzug regelmäßig eingekauft hat. Dieser wurde gerade vor wenigen Nächten ausgeraubt, erzählt der Gastwirt. Und garantiert war Caleb, der stadtbekannte Dieb, der Täter, ist der Mann überzeugt.

Caleb kennen die Igniculi ja schon, immerhin sind sie dem bei ihrem letzten Abenteuer in Warwick bereits begegnet: Niemand anderer als Caleb hatte ja das magische Kästchen gestohlen und es an Cedric-den-Alteren verschachert. Ob der Tunichtgut allerdings auch hinter dem Einbruch beim Händler steht, wagt die Gruppe eher zu bezweifeln, spätestens als Evelyn am nächsten Tag hingeht und sich beim Einkaufen mitfühlend vom Kaufmann von seinen Verlusten erzählen lässt. Denn neben Nahrungsmitteln wurden auch einige Frauenkleider gestohlen – und das klingt doch sehr danach, als sei Dareks flüchtige Tochter die Täterin gewesen. Oder zumindest die Auftraggeberin der Tat, falls Caleb doch selbst den eigentlichen Einbruch durchgeführt haben sollte.

Wie am Abend zuvor auch schon einmal, versucht Rosa Nocturna erneut auf magischem Wege den Aufenthaltsort der jungen Frau zu bestimmen. Dabei kann die Maurin herausfinden, dass Amorena sich definitiv nicht in der parallelen Regio aufhält, sondern in derselben Zone wie die Igniculi auch. Die grobe Richtung kann die Mentem-Spezialistin auch bestimmen, aber nicht den genauen Punkt.

Cedric of Aymerstone geht sich indessen unauffällig in der Stadt umhören, ob vielleicht jemand das Mädchen gesehen hat oder sonst etwas Außergewöhnliches bemerkt hat. Dabei trifft er auf niemand anderen als Caleb den Dieb, der gar nicht begeistert von der Begegnung ist. Cedric fragt ihn aus – natürlich streitet der Gauner alles ab – und kann ihn schließlich, trotz dessen massiver Abneigung gegen Cedrics “unheimliche Freunde”, dank eines Geldstücks auch dazu überreden, mit zu den anderen Igniculi zu kommen und denen seine Version der Geschichte auch noch einmal zu erzählen.

Mit einer Mischung aus “Stiller Frage” und anschließendem “wir wissen es doch ohnehin, dass du es warst” sowie einigem unvorsichtigem Verplappern des Diebs kommt schließlich nach einigem Hin und Her folgendes heraus:
Caleb hat sich vor etwa einem Jahr mit Amorena angefreundet, als die einmal in Warwick war. Er ist aber nicht in sie verliebt, sondern sie sind wirklich einfach nur Freunde. Vor einigen Tagen hat sie ihn kontaktiert und um Hilfe gebeten, und Caleb hat daraufhin für sie die Sachen beim Krämer gestohlen. Er hat ihr die Dinge auch übergeben, aber wohin sie dann wollte, weiß er nicht genau.
Da die Magier ihm aber ins Gedächtnis rufen, dass in letzter Zeit verstärkt wilde Wölfe unterwegs sind, und er sich Sorgen um seine Freundin macht, fällt Caleb am Ende doch ein Ort ein, wo Amorena eventuell sein könnte.

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Timberwere

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