Igniculus-in-Arden

Igniculus-in-Arden, 17. Juni 2014

Aufgrund von zwei kurzfristigen Spielerausfällen und dem durchaus vorhandenen Interesse an der WM-Partie im Nebenzimmer war der letzte Spielabend eine eher ruhige “Füll-Sitzung”.

Zuhause im Süden halten die Igniculi jedenfalls eine Bundsitzung ab (ic wird dabei den nicht mitgereisten Magiern natürlich zuerst Bericht erstattet, was wir uns ooc aber geschenkt haben, weil alle Spieler ja bescheid wissen. Gelegenheit für launige Sprüche in Sachen Morgana Constantia wird es schon noch genug geben).

Barden werden also gebraucht, um die Kunde von dem Turnier zu verbreiten. Die findet man natürlich unterwegs am Umherreisen, aber zum Beispiel auch und gerade in großen Städten und an Königshöfen, ist der allgemeine Konsens. Etwa 9 Monate sind noch Zeit bis zu dem Turnier, also kann man noch ein wenig herumreisen und Mund-zu-Mund-Propaganda über das Ereignis verbreiten.
Wohin soll die Reise gehen? Zunächst nach London, das sich als Hauptstadt einfach anbietet, und auf dem Weg dorthin bereits so viel wie möglich Werbung machen. Außerhalb Englands ist die Frage, wo genau man werben möchte. Im streng christlichen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation wohl eher nicht – dort ist die Kirche viel zu stark vertreten und das Risiko, dass eben neben dem oder den Barden auch gleich einige fanatische oder militante Kreuzesvertreter anreisen würden, wenn sie von dem Turnier der “Götter” erfahren, viel zu hoch.
Statt dessen lieber die Nordlande: Dänenkönig Sven Gabelbart hat zwar vor Jahren mit seinem Vater, dem damaligen König Harald Blauzahn, das Christentum angenommen, doch werden sein Reich und dessen Bewohner hoffentlich den alten Wegen noch genug verbunden sein, um der Idee von dem Turnier aufgeschlossen gegenüberzustehen.

Doch wer wird die Fahrt antreten? Cedric of Aymerstone ist natürlich als Mitreisender gesetzt, weil er als Barde bereits über entsprechende Kontakte verfügt bzw. sich diese vermutlich schnell auftun kann. Evelyn Streona ist adelig und wortgewandt und deswegen ebenfalls die logische Wahl. Da die Gruppe von London aus in die Nordlande reisen will, sollte wenigstens einer dabei sein, der Norse spricht, und da Principa Gudrid zuhause bleiben wird, ist Knut der Baum der einzige weitere Norse-Muttersprachler im Bund. Falls jetzt noch Father Geoffrey und Ethelred die Kräuterfrau anschließen sollten, dann hätten wir zum ersten Mal seit dem Bestehen von Igniculus-in-Arden eine reine Companion-Reisegruppe ohne jeden Magier. Und dass Ethelred mitreist, würde sich eigentlich anbieten, witzeln die Igniculi: Denn immerhin sitzt derzeit ein König namens Æthelred auf dem englischen Thron, und wer weiß, ob sich nicht in London für die schwatzhafte Kräuterfrau eine Gelegenheit eröffnen würde, ihren königlichen Fast-Namensvetter zu Gesicht zu bekommen. Aber da diese beiden Spieler nicht anwesend waren, wird diese Entscheidung abschließend erst in der nächsten Session getroffen werden.

Da Cedric in der Herbst-Season mit auf die Reise gehen wird und Gudrid zuhause bleibt, handeln wir das Herbst-Lernen der Magier (jedenfalls derjenigen, deren Spieler anwesend waren) bereits jetzt ab. So nutzt die Merinita das im Bund vorhandene Terram-Buch, um es fertig zu studieren und ihre Fähigkeiten in Terram-Magie auf diesem Wege weiter zu erhöhen. Damit hat sie das Buch jetzt ausgelernt: Es gibt nichts mehr darin, das ihr in Sachen Terram noch weiterhelfen könnte. Rosa Nocturna hingegen studiert das Mentem-Buch mit dem Ziel, irgendwann einen bestimmten Spruch zu erlernen, der sie die unterschiedlichsten Sprachen verstehen und sprechen lassen würde. Oder war das Constantia, die gerne diesen Sprachen-Zauber lernen wollte und sich deswegen damit beschäftigt hat, und Rosa Nocturna studierte etwas anderes?
Außerdem wird Crispinus Comis dazu abgestellt, im Herbst das Ignem-Vis aus dem Köhlermeiler einsammeln zu gehen und ansonsten den magischen Handschuh des Terr-oristen weiter zu erforschen.

Angesichts der Ablenkung durch den Fußball und den Urlaub zweier Mitspieler wurde übrigens eine Sommerpause beschlossen: Ende Juli geht es dann weiter.

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Igniculus-in-Arden, 27. Mai 2014

Im Gespräch mit Königin Mab einigt man sich darauf, dass Barden wichtig sein werden, um das Turnier überregional bekannt zu machen. Die Igniculi werden also für die Barden sorgen, während ihre Majestät außerhalb des Dorfes den Turnierplatz vorbereiten lassen will. Es gefällt den Magiern zwar nicht, die zu recht gefürchtete Mab den Umgang mit den Einheimischen erledigen zu lassen, da diese schon unter normalen Umständen mit sehr harter Hand regiert und die Menschen die Feen am liebsten los wären. Für eine so wichtige Angelegenheit wie das Turnier wird die Winterkönigin höchstwahrscheinlich eher noch härter vorgehen, aber das können die Gefährten dummerweise nicht wirklich ändern. Gudrid spricht das Thema vorsichtig an, kann sich aber nicht sicher sein, ob sie damit nicht alles noch mehr verschlimmert, oder ob Königin Mab sich von ihren Argumenten für eine moderate Vorgehensweise vielleicht doch hat überzeugen lassen.

Constantia spricht noch einmal mit der Fee, die sich ihr bereits schon einmal als Zofe angeboten hat, und bekommt nun doch ein wenig mehr über Sebastians Abneigung ihr – oder besser Morgana – gegenüber heraus. Und zwar trug der Feenritter, das war den Igniculi bereits aufgefallen, an einer Hand einen schwarzen Handschuh, den er auch in Mabs Thronsaal nicht ablegte. Nun erzählt die junge Winterfee, Morgana (wobei sie Constantia direkt anspricht, weil sie diese ja für die berüchtigte Maga hält) habe Sebastian einst die Hand bis auf die Knochen verbrannt oder verätzt oder etwas in der Art, weswegen er schreckliche Schmerzen leide und immer jenen Handschuh trüge. Anfangs habe er Morgana auch durchaus gemocht, sie ihn aber nicht, ehe seine Zuneigung wegen dieses Vorfalls in Hass umschlug. Die Igniculi reimen sich das so zusammen, dass Sebastian sich wohl vermutlich in Morgana verliebt hatte und sie – vielleicht sogar durchaus harmlos – zu berühren versuchte, woraufhin sie ihn auf diese grausame Art bestrafte.

Constantia macht sich auf die Suche nach Sebastian, um mit ihm zu reden und den Versuch einer Erklärung zu unternehmen: Dass sie nicht Morgana sei und ihm nichts Böses wolle. Doch als sie den Feenritter im Burghof findet, wirkt dieser derart wütend und angespannt, ganz ohne sie überhaupt bereits zu Gesicht bekommen zu haben, dass die Flambeau den Kontaktversuch doch lieber unterlässt. Stattdessen sucht sie die junge Fee nochmals auf und bietet ihr an, tatsächlich ihre Zofe zu werden, auch außerhalb von Mabs Reich, falls sie dies wolle. Allerdings, erklärt Constantia, würden sie weit in den Süden reisen, noch deutlich weiter als die Grenze zu Kaledonien. Aber auch dies scheint die Fee nicht zu stören, sondern sie nimmt begeistert an.

Da alles Wichtige inzwischen besprochen ist, machen die Igniculi sich kurze Zeit später wieder auf den Heimweg, bis zu den Grenzen ihres Reiches begleitet von Königin Mab höchstselbst. Am Burgtor treffen sie nochmals auf Sebastian, der Constantia offen droht. “Irgendwann wirst du nicht mehr unter Mabs Schutz stehen. Irgendwann wird sie deiner überdrüssig, und dann… dann werde ich da sein!” Seine Verbitterung ist derart offensichtlich, dass die Maga nun doch versucht, ihm zu erklären, dass sie nicht Morgana sei. Doch das will der Feenritter gar nicht hören, sondern wendet sich mit einem wütenden “Das ist doch nur wieder eines deiner Spielchen!” ab und stapft davon.

Nachdem die Gruppe das Feenreich verlassen hat, macht sie in dem Dorf, wo nächstes Jahr das Turnier stattfinden soll, gar nicht mehr groß Halt, sondern reist gleich in Richtung Heimat weiter. Sehr wohl Station jedoch machen die Igniculi in dem Grenzbund Porta Caledonia, wo sich seit ihrem Zwischenhalt auf der Hinreise nicht sonderlich viel verändert hat. Die meisten Magier sind noch immer im Kampf gegen die Diedne unterwegs, und der einzige Verbliebene ist noch immer der alte Ex Misc namens Duncan. Dieser ist auch noch immer genauso misstrauisch den Igniculi gegenüber wie zuvor und lädt sie nicht in die Bundaura ein, was vermutlich auch daran liegt, dass Constantia innerhalb der Bundmauern noch immer von dem kleinen blauen Ball aus Perdo-Ignem verfolgt wird.

Dennoch wiederholt Principa Gudrid das Angebot zum Austausch von Schriftrollen und Büchern, was Duncan für den Rest seines Bundes unter Vorbehalt gerne annimmt (er kann eben selbst diese Entscheidung nicht treffen) und erklärt, sobald sein eigener Princeps zurückkehre, werde er ihn darüber informieren und dieser dann einen Boten nach Igniculus-in-Arden schicken.
Außerdem untersuchen die Igniculi, soweit ihnen das mit ihren hier begrenzten Mitteln möglich ist, nochmals das Relief von Morgana und Merlin, finden aber nichts weiter darüber heraus.

Anders steht es mit der Bibliothek, in der beim letzten Besuch der Torbogen so heiß zu glühen begann, als Constantia sich ihm näherte. Dieses Mal geht Gudrid sich mit Duncans Erlaubnis die Bibliothek alleine ansehen, so dass sie den Raum tatsächlich unbehelligt betreten kann. Die Bücherregale enthalten nichts Besonderes, auch sind in den Wänden keine Geheimtüren oder Ähnliches zu finden, aber das Fußbodenparkett ergibt ein sehr seltsames Muster, das der Merinita auffällt. Erkennen kann die Halb-Huldra darin allerdings nichts, also zieht sie den Imaginem-Spezialisten Semper Secundus zu Rate. Und dieser wiederum kann das Muster in der Kürze der Zeit zwar auch nicht entziffern, aber er erkennt immerhin, dass es sich um ein magisches Muster handelt und weiß, dass er es analysieren könnte, wenn er eine Season mit dessen Studium verbringen würde.
Diese Zeit ist jetzt zwar nicht, aber Secundus’ Neugier ist geweckt, und er nimmt sich diesen Plan für spätere Umsetzung vor.

Ansonsten hinterlassen die Igniculi beste Grüße an die übrigen Magier von Porta Caledonia und vereinbaren baldige Kontaktaufnahme, dann machen sie sich auf die Weiterreise. Diese verläuft friedlich und ereignislos, und so langt die Gruppe gegen Ende des Sommers wieder zuhause an.

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Igniculus-in-Arden, 13. Mai 2014

Gray führt die Gruppe ins Feenreich, auf einer kürzeren Strecke, als der Weg eigentlich wäre. Dass sie Mabs Domäne betreten haben, bemerken die Igniculi vor allem daran, dass es irgendwann deutlich kälter wird und zu schneien beginnt.

Mabs Schloss ist eine mittelalterliche Festung aus grauem Stein, trutzig und doch irgendwie feenhaft elegant. Dank Grays Führerschaft lassen die Wachen am Tor die Gruppe anstandslos ein, aber nicht ohne Constantia mehr als seltsame Blicke zuzuwerfen. Und überhaupt erregt die Flambeau Aufmerksamkeit, wohin sie auch geht.

Königin Mabs Thronsaal ist voll von Feen aller Art, vor allem den menschenähnlichen Túatha Dé Danann; andere, weniger menschlich aussehende Feen nehmen eher die Rolle von Dienern ein. Auch hier blicken alle mehr oder weniger auffällig in Richtung Constantia, und ein Fae insbesondere, ein hochgewachsener Danann, starrt die Flambeau geradezu hasserfüllt an. Die Herrscherin des Winters hingegen begrüßt die Igniculi höflich, vor allem die vermeintliche Morgana. „Es ist lange her, dass du hier warst, Kind.“

Auf dem Weg durch die Gänge zum Thronsaal hatte Guri ihre Sodales noch einmal leise darauf hingewiesen, sich hier in Mabs Reich auf gar keinen Fall zu bedanken, da sie die Vermutung hegt, dass die Winterfeen diese spezielle Gepflogenheit nicht so locker nehmen wie Hernes Jagd. Und in der ewigen Schuld von Königin Mab und ihren Leuten stehen? Äh, nein. Was dann auch der Grund ist, warum der gesamte Aufenhalt mit einem Minenfeld von sehr sorgfältig abgewogenen Höflichkeiten wie “Wir wissen die Gastfreundschaft zu schätzen”, “Das ist sehr freundlich”, “Das wird hilfreich sein” etc. gepflastert ist.

Außerdem hatte die Merinita noch leise mit Constantia gesprochen und ihr geraten, die Scharade vor der Königin nicht aufrechtzuerhalten. Denn wer weiß, ob Mab nicht doch ganz genau merken würde, dass sie nicht die berühmt-berüchtigte Maga vor sich hat und in diesem Fall über eine bewusste Täuschung nicht sehr amüsiert ein dürfte.
Entsprechend offen reagiert Constantia jetzt auf die Begrüßung. Da müsse ein Irrtum vorliegen, sie sei Constantia ex Flambeau von Igniculus-in-Arden. Dummerweise ist Mabs Reaktion nicht die, die Constantia erwartet oder sich erhofft hätte. Die Winterkönigin nickt nämlich nur gönnerhaft. “Du bist also jetzt Constantia. Ich verstehe. Nun, ganz wie du wünschst, Kind.”

Ehe man auf den eigentlichen Grund für den Besuch zu sprechen kommt, bietet Mab den Sodales an, sich erst einmal frisch zu machen. Gray führt die Gruppe also unter weiteren Höflichkeiten zu einer Zimmerflucht, wo die Magier aus dem mitgebrachten Kunsthandwerk einen hübschen Präsentkorb zusammenstellen. Denn Mab wird garantiert wissen, dass Titania von den Igniculi ein Lied erhalten hat, da können sie ihr gegenüber nicht mit leeren Händen dastehen. Nicht als Geschenk natürlich – da wären die Feen ja nun wieder den Menschen verpflichtet, was gar nicht geht – aber als kleine Anerkennung für die erwiesene Gastfreundschaft.

Während die Gruppe sich noch in ihren Räumen befindet, erhält Constantia Besuch von einer Fae. Die junge Frau bietet sich “der Herrin Morgana” als Kammerzofe an und warnt sie vor Lord Sebastian, dem Danann mit den zornigen Augen. Sebastian habe nicht vergessen, was Morgana ihm angetan habe, und die Herrin solle sich vor ihm hüten. Nicht hier in der Burg, da werde er nichts wagen, da sie hier unter Mabs Gastrecht stünde, aber draußen im Freien bestünde dieser Schutz nicht.

Als Constantia jedoch fragt, was “sie” dem Lord denn angetan haben solle, antwortet die Dienerin nicht. Es stünde ihr nicht zu, darüber zu sprechen, wenn die Herrin Morgana es nicht mehr wisse. Dann sei es wohl gut, wie es sei. Mit diesen Worten zieht sie sich höflich zurück, nicht ohne noch einmal an ihr Angebot erinnert zu haben. Und die Igniculi wiederum können nur spekulieren, was zwischen Sebastian und Morgana vorgefallen sein muss. Verschmähte Liebe? Eine Liebelei, die in Hass umschlug? Irgendetwas in der Art können sich alle ganz gut vorstellen, aber genau wissen können sie es natürlich nicht.

Die eigentliche Audienz bei Königin Mab verläuft dann recht ruhig. Die meisten Höflinge haben den Thronsaal verlassen, und man bespricht das kommende Turnier. Gudrid erklärt in groben Zügen, was die Igniculi sich bereits ausgedacht haben, die Anzahl und Art der Kämpfe zum Beispiel, während Mab den Ort beschreibt, den sie sich für das Turnier vorgestellt hat. Aber Näheres wird dann auf später verschoben.

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Igniculus-in-Arden, 29. April 2014

Nach der Erkundung des Turms teilen die Igniculi sich zunächst auf. Wolfram folgt in Tiergestalt den Spuren, die in die Heide hinausführen, bis er nach einer oder zwei Stunden auf die Reste eines Lagerfeuer stößt. Dort ist der eine Mensch, der sich am Turm mit dem Dörfler getroffen hat, zu einer Handvoll dort wartender Personen gestoßen, woraufhin diese weiterzogen. An dem Lagerplatz findet Wolfram eine Umhangfibel, deren Machart eindeutig auf Nordmänner hindeutet.

Indessen warten die übrigen Sodales im Dorf und beschließen, solange das Haus zu bewachen, zu dem die Spuren vom Turm hinführen. Weil sie fürchtet, dass die hitzköpfige Constantia etwas Unbedachtes tun könnte, schickt Principa Gudrid lieber Semper Secundus los, der ja zusätzlich zu seiner Unsichtbarkeit auch diesen sehr nützlichen Zauber beherrscht, mit dem er bei Berühren einer Wand durch diese hindurch in den Raum dahinter sehen kann.

Der Tremere nähert sich also dem Haus, wirkt dann den Unsichtbarkeitszauber auf sich – und patzt dabei ziemlich spektakulär (3 Nullen nacheinander). Dies hat zur Folge, dass er zwar unsichtbar wird, aber nun jeder seiner Schritte donnernd widerhallt wie der eines Riesen. Daran, unbemerkt an das Haus heranzukommen, ist also nicht mehr zu denken. Statt dessen, und um nicht noch mehr Lärm zu machen, weil auch schon neugierige Dörfler aus ihren Hütten kommen und schauen, was da los ist, bleibt der Magus stocksteif stehen und will abwarten, bis die Lage sich wieder beruhigt hat.

Dummerweise ist aus einem der Häuser auch eine Katze gekommen, und Katzen sind ja dafür bekannt, dass sie Unsichtbarkeit und Verzauberungen aller Art durchschauen können. Das Tier nähert sich also dem Unsichtbaren und streicht ihm um die Beine, worauf die Besitzerin der Katze, eine ältere Frau, mit erhobenem Besen auf die Stelle zukommt, wo der Tremere sich befindet. Diesem bleibt nichts anderes übrig, als schleunigst den Rückzug anzutreten, egal wie laut das sein mag. Der einzige Vorteil ist, dass die alte Dörflerin etwas von “elendem Feenpack” schimpft und Semper Secundus’ Tarnung somit fürs Erste gewahrt bleibt.

Wolfram kehrt zurück und informiert die anderen über seinen Fund. Bewaffnet mit dem Wissen, dass der Dörfler sich mit Nordmännern getroffen hat, geht Guri in die Offensive und klopft bei dem Mann, um ihn zu befragen. Aber als sie ihn direkt darauf anspricht, erkennt sie zwar, dass er lügt, als er sagt, dass er keine Ahnung hat, wovon die Principa spricht, doch Näheres kann sie trotzdem nicht aus ihm herausbekommen. Immerhin bemerkt die Huldra in seiner Hütte eine von den Fackeln, die im Turm so unnatürlich blau geleuchtet haben, ehe er sie erbost hochkant hinauswirft.

Nun beschließen die Sodales, ehe sie sich wegen des Turniers mit Maeve bzw. Königin Mab treffen, zunächst noch die mundanen Fronten zu klären und den Nordmännern zu folgen, um herauszufinden, was die hier wollen und warum sie sich mit dem Dörfler getroffen haben. Nicht, dass es sich bei denen am Ende um Leute von Askeladd handelt!

Doch soweit kommt es nicht. Vom Lagerfeuer aus verfolgen die Sodales die bereits ziemlich verblasste Fährte mit Hilfe von Gudrids Formelspruch “Tracks of the Faerie Glow”, der Spuren zum Leuchten bringt, und dabei laufen sie einem in graue Kleidung gewandeten Mann in die Arme. Glücklicherweise verhält der Mann – der sich bei näherem Hinsehen sehr schnell als Fae herausstellt – sich nicht feindlich, sondern ist zum Reden bereit.

Aber auch er identifiziert Constantia umgehend als Morgana – und er scheint sie, also Morgana, näher zu kennen. Denn er spricht davon, dass sie ganz schön lang weg gewesen sei, und dass sie ja ganz schöne Nerven habe, wieder aufzutauchen, ohne umgehend Königin Mab ihre Aufwartung zu machen. Außerdem legen sein Ton und einige Andeutungen irgendwie nahe, dass zwischen ihm und Morgana eine wie auch immer geartete Beziehung herrschen muss. Ehemalige Liebhaber? Ein abgewiesener Werber – oder umgekehrt?

Jedenfalls erklärt der Fae – man könne ihn Gray rufen, erklärt er, nachdem er seinen Namen nicht hatte preisgeben wollen und Guri fragte, wie sie ihn denn sonst nennen sollten, denn “hey, Ihr in Grau” sei so unhöflich – sich bereit, die Gruppe zu Königin Mab zu führen. Unterwegs spricht er von dem komischen Ereignis, das demnächst hier stattfinden solle und das er zwar nicht verstehe, aber bitte. Davon überrascht, dass die Sodales diejenigen sind, die dieses Turnier ausrichten sollen, zeigt er sich nicht. Denn kein Wunder, Morgana habe sich ja schon immer gern mit solch seltsamen Unterfangen beschäftigt. Und für’s Erste lässt Constantia ihn in dem Glauben, er habe die berühmt-berüchtigte Maga vor sich.

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Igniculus-in-Arden, 18. März 2014

In der feuchten Erde vor dem Eingang des Turms – wobei “Turm” eigentlich der falsche Ausdruck ist, stellt die Gruppe jetzt fest, denn das Bauwerk ist nur einstöckig – findet sich ein kreisrunder Abdruck im Erdboden, der den Sodales erst Rätsel aufgibt, aber von einem der Gefährten sehr schnell dahingehend interpretiert wird, dass hier vielleicht ein Schild gelegen haben könnte. Also dass Bewaffnete irgendwelcher Art hier gewesen sein müssen, seit es das letzte Mal geregnet hat und die Erde aufgeweicht ist. Was in den caledonischen Highlands im Frühjahr zugegebenermaßen relativ häufig der Fall und somit nicht sooo übermäßig aussagekräftig ist.

Andererseits – vielleicht sind die besagten Bewaffneten sogar noch anwesend? Sehr vorsichtig betreten die Magi also das Gebäude. Vom Eingang aus geht es durch einen relativ kurzen Gang in den zentralen, achteckigen Innenraum, der, wie ja auch schon von außen zu sehen war, von einer großen Kuppel überdacht ist. Dieses Kuppeldach besteht aus acht irisförmigen Segmenten, die offensichtlich dafür gedacht sind geöffnet werden zu können.

In dem Moment, als Constantia den Raum betritt, fangen die Fackeln in den Wandhaltern an zu brennen, und zwar in einem unirdischen, blauen Feuer. Nur eine Fackel ist aus dem Wandhalter auf den Boden gefallen; diese hat sich nicht mit aktiviert. Sie lässt sich ganz normal anzünden und wieder verlöschen, wie jede andere Fackel auch, aber als sie wieder in ihre Halterung gesteckt wird, beginnt auch sie, so blau zu leuchten. Und dieses blaue Feuer ist auf normalem Wege nicht zu löschen. Nähere Untersuchungen der Fackeln ergeben, dass es sich bei dem blauen Feuer auch um Ignem handelt, aber um Kälte, also gewissermaßen die Abwesenheit von Ignem, oder umgekehrtes Ignem, oder wie auch immer man es nennen möchte.

Es stellt sich heraus, dass um die zentrale Halle herum ein Ring mit sieben trapezförmigen Zimmern liegt. Die achte Kante des Oktagons ist unterteilt in den Weg vom Eingang und einen kleinen Raum, vielleicht für Wachen oder etwas in der Art. In jedem der Räume befindet sich auch eine Seilwinde, mit der man ein Segment der Dachkuppel öffnen kann.

Aber hier lebt schon seit langer Zeit niemand mehr, so sieht es jedenfalls aus. Die Zimmer – eines davon ein hochherrschaftliches Wohngemach, die anderen eher praktischen Zwecken gewidmet, unter anderem auch zwei Räume mit mehreren Pritschen, wie für Bedienstete oder Wachen – sind völlig verstaubt, die Seile der Dachwinden alt und am Verrotten.

Knut macht sich an einer der Seilwinden zu schaffen, um das Dach zu öffnen, aber das Seil reißt, als er das Dachsegment etwa zur Hälfte gehoben hat, und der magische Baum kann sich vor dem herumpeitschenden Seil gerade noch rechtzeitig aus dem Raum retten.

Während die Sodales noch das Gebäude untersuchen, ertönen aus einem der hinteren Räume plötzlich schlurfende Schritte. Zwei animierte Skelette in rostiger und verfallener Rüstung und Wappenröcken – und mit exakt solchen Schilden, wie deren Abdruck in der feuchten Erde draußen vor dem “Turm” zu sehen gewesen war – kommen aus einer der beiden Zimmer mit den Pritschen und stapfen zielsicher auf Constantia zu. Es kommt zu einem kurzen Kampf bzw. zu Einfrier- und Einwurzelungsaktionen, um die beiden Gestalten daran zu hindern, die Maga zu erreichen, während Gudrid ihr Zweites Gesicht öffnet.

Auf der Geisterebene sind die beiden Skelette in unversehrte Rüstungen und Wappenröcke gekleidete Ritter. Einem davon gelingt es tatsächlich, Constantia zu erreichen – und er geht mit einem unterwürfigen “Herrin”, das nur Guri mit ihrem geöffnetem dritten Auge verstehen kann und sie beinahe zu einem reflexhaften “Hüterin!” veranlasst, während es für alle anderen lediglich wie Zombiestöhnen klingt, vor der Flambeau auf die Knie.

Als die Merinita den anderen klar gemacht hat, dass die Skelette für den Moment nichts Böses zu wollen scheinen, befragen die Sodales die geisterhaften Wächter. Sehr schnell wird klar, dass die Ritter Constantia tatsächlich für Morgana selbst halten. Die beiden Untoten wundern sich zwar, dass diese sie nicht zu verstehen scheint, sondern dass Gudrid alles von den Rittern Gesagte wiederholen muss, aber da sie ihrer “Herrin” bedingungslos ergeben sind, stellen sie deren seltsames Verhalten nicht weiter in Frage. Sich dessen bewusst zu sein, dass sie tot sind, scheinen sie jedenfalls nicht.

Sie seien von Morgana beauftragt worden, Wache zu halten, natürlich, das müsse die Herrin doch wissen. Und dann habe die Lady sie zur Ruhe geschickt, bis sie wiederkäme, und jetzt sei sie wieder zurück, also seien sie selbstverständlich wieder aufgewacht. Sie beide als erste, aber die anderen würden bestimmt auch bald erwachen.

Aaah ja.

Einen kurzen Versuch zu erklären, dass Constantia nicht Morgana sei, nehmen die Skelette den Sodales nicht ab, und diese dringen nicht weiter in sie, weil sie sich nicht sicher sind, ob deren Gehorsam dann nicht vielleicht in Feindseligkeit umschlagen könnte. Stattdessen befiehlt die Flambeau den Wächtern, sie sollen das Dach öffnen und sich dann wieder zur Ruhe legen, bis sie sie wieder rufen werde, was die beiden Untoten dann auch gehorsam tun.

Und die Sodales fangen natürlich sofort an zu spekulieren. Dass Constantia ja wohl offensichtlich eine direkte Nachfahrin von Morgana-le-Fay sein muss. War die berühmte Maga eigentlich eine Flambeau? Und in Porta Caledonia hatten die Sodales ja dieses irgendwie magische Relief von Merlin und Morgana gefunden, über dessen Magie selbst die dortigen Magier sich nicht genau im Klaren gewesen waren, das aber angeblich schon dort gewesen sei, als die Sodales von Porta Caledonia dieses Gebäude für ihren Bund übernahmen. Und dort war Constantia ja auch von diesen seltsamen blauen Punkten in Wand und Boden verfolgt worden. Dort allerdings schienen die in der Bibliothek zum Leben erwachten Statuen deutlich feindlich eingestellt, so schnell und wild, wie sie auf Constantia zustürmten, ganz anders als die gehorsamen Wächterskelette hier. Wurden die Gebäude, in denen sich heute der Bund Porta Caledonia befindet, also vielleicht als Gegenpol zu Morganas eigenem Sitz hier gegründet? An der Grenze zu den Highlands, um zu verhindern, dass die berüchtigte Maga diese Grenze übertrat, oder zumindest eine Warnung abzugeben, falls sie es tat? Welche Verbindung hatte Morgana zu Merlin, dem ersten Diedne? Fragen über Fragen, auf die die Sodales zunächst keine Antworten finden, sondern nur wild spekulieren können.

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Igniculus-in-Arden, 04. März 2014

Nach längerer Weiterreise kommen die Sodales schließlich im von Maeve benannten Ort an, einem kleinen Dorf namens Braemar (ja, die Igniculi erfinden anscheinend wirklich die Highland Games).
Der Weiler liegt idyllisch in den Highlands in der Nähe eines Flusses. Auf einem nahegelegenen Hügel befindet sich ein Gebäude, das auf den ersten Blick wie eine Turmruine aussieht.

Auf einer Wiese in der Nähe hütet ein Junge eine kleine Herde Schafe. Ihn befragen die Reisenden zuerst. Der Junge erzählt, dass er mit seinem Großvater im Dorf wohnt. Die kleine Familie lebt von der Schafzucht und vom Käse, den der Großvater herstellt. (Diesen Aufhänger nutzt Constantia sofort, um, von dem Jungen gefragt, was die Gruppe denn hier eigentlich tue, mit ‘Handel treiben’ zu reagieren. Außerdem weiß der junge Schäfer zu berichten, dass es in der Turmruine spuke.

Diese Ruine lassen die Magi jedoch zuerst Ruine sein und begeben sich hinunter ins Dorf. Dort gibt es einige Wohnhäuser und ein etwas größeres Gebäude, das sich als Taverne herausstellt. Constantia mit ihrem “Gentle Gift” geht zuerst hinein und verwickelt den Wirt in ein erstes Gespräch, fragt nach Unterkünften und Essen… und sehr unverblümt nach Feen.

Der Tavernenwirt ist nicht sehr erbaut, als kurz darauf die für ihn ziemlich unheimlich wirkenden Magier hereinkommen, beantwortet dann aber doch ihre Fragen zum Ort und seinen Bewohnern. Nur über Feen will er, bis auf die Tatsache, dass man denen besser aus dem Weg gehen sollte, nur ungern reden, verweist die Gruppe zu diesem Zweck lieber an den Dorfältesten, der sich besser mit dem “Kleinen Volk” auskenne.

Der besagte Dorfälteste wird von den Gefährten in die Taverne auf einen Umtrunk eingeladen und gibt dann relativ bereitwillig Auskunft. Dummerweise ist das, was er zu sagen hat, so gar nicht das, was die Igniculi gerne hören möchten: Er selbst und alle Dorfbewohner sind auf die Feen so überhaupt nicht gut zu sprechen. Denn hier ist Winter-Gebiet, das Reich von Königin Mab, und die ist ja nun alles andere als freundlich. Unter Mabs Herrschaft gibt es hier oben lange, harte und entbehrungsreiche Winter, heftigste Stürme und jedes Jahr etliche Opfer. Nein, auf die Feen könnte man hier liebend gerne verzichten.

Die Abneigung geht sogar so weit, dass der alte Mann auf die Frage, ob denn der Christenglaube bereits bis hier oben vorgedrungen sei, erwidert: bisher noch nicht so richtig, aber wenn dieser neue Glaube dafür sorgen könnte, dass man dadurch die Feen loswerde, dann immer her damit!

Au. Und das, wo die Igniculi mit ihrem Turnier doch das genaue Gegenteil erreichen wollen.

Trotz der Abneigung des Dorfältesten für die Feen erkundigt Gudrid sich noch nach Wegen in Mabs Reich – falls man denn so verrückt sein sollte, dieses aufsuchen zu wollen. Ein Stück hinter dem Turm auf dem Hügel liege ein Eingang, lautet die Antwort.

Überhaupt der Turm. Dort sollen die Sodales auf gar keinen Fall hingehen, hatten schon der Schäferjunge und der Wirt gewarnt und wiederholt jetzt der Dorfälteste nochmals. Dort spuke es!

Klar, dass die Magi sich den besagten Turm natürlich doch ansehen. Und so verlassen, wie alle tun, ist das Gemäuer in letzter Zeit nicht gewesen: Spuren deuten davon, dass sich zwei oder drei Leute hier getroffen haben. Eine der Spuren geht – dank Gudrids Formelspruch “Tracks of the Faerie Glow” mehr als leicht zu finden – zurück ins Dorf, wo sie in einem Haus verschwindet, das die Gefährten sich natürlich merken; die andere Spur geht vom Turm aus weiter in die Highlands hinein.

Der Turm selbst ist gar nicht die Ruine, für die er gehalten wird, sondern erstaunlich gut in Schuss. Er verfügt über ein Kuppeldach, das zwar längere Zeit nicht mehr geöffnet geworden zu sein scheint, aber dessen Mechanismus, oder besser die zugehörige irisförmige Öffnung, nach wie vor sehr gut zu sehen ist.

Neugierig betreten die Sodales den Turm.

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Igniculus-in-Arden, 25. Februar 2014

Mit Einbruch des Frühlings brechen die Igniculi (wieder einmal im Team Waldbrandrodung) gen Caledonien auf, um den Turnierort in Augenschein zu nehmen. In Nordengland angekommen, achtet die Gruppe darauf, nicht zu nah an Askeladds Operationsbasis vorbeizukommen; dem muss man jetzt nicht auch noch begegnen.

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Igniculus-in-Arden, 04. Februar 2014

Nach einer entsprechenden Verabschiedung von den gesammelten Südland- und Nordlandfeen kehren die Igniculi nachhause zurück.
Sehr bald folgt eine Bundsitzung, bei der mit viel Hin, Her und Gehirnschmalz ein grober Rahmen für den Wettbewerb ausgekaspert wird. Am Ende (auch des Spielabends, denn viel mehr haben wir nicht gemacht außer die Turnier-Modalitäten zu diskutieren und zu frotzeln, dass Igniculius-in-Arden die Highland Games erfinden wird) steht folgendes:

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Igniculus-in-Arden, 14. Januar 2014

Nach dem Ende der Audienz kehren die Sodales erst einmal in ihre Gemächer zurück – und werden dort bereits erwartet. Auf einer Stuhllehne hockt, als würde er dorthin gehören, ein großer Rabe. Die Igniculi begrüßen ihn höflich, könnte er doch einer von Hernes Leuten sein oder gar ein Abgesandter Odins. Und tatsächlich, als der Rabe in menschlicher Sprache das Wort ergreift, stellt sich sehr schnell heraus, dass Odin ihn gesandt hat. Der König der Nordlandfeen habe einen Unterhändler für die Verhandlungen bezüglich des Turniers bestimmt.

Oho. Das ging schnell. Aber klar, Heimdall hört und sieht ja alles, wenn er will, und in diesem Falle wollte er offensichtlich.

Wer der Unterhändler denn sei, will Gudrid wissen. Die Igniculi würden ihn schon erkennen, wenn sie ihn sähen, erwidert der Rabe. (“Loki!” ist Semper Secundus sich sofort sicher.) Finden würden sie ihn in einer Schenke direkt hier in der Stadt, wo er die Gruppe gerne treffen wolle. Und mit diesen Worten erhebt der Vogel sich in die Lüfte und flattert davon.

Da die Igniculi keine drängenderen Pläne haben, begeben sie sich gleich in diese Schenke, wo sie (“Ich hab’s doch gesagt!”) von Loki erwartet werden. Der Ase gibt sich bei der Begrüßung sehr freundlich, erkundigt sich nach Ethelred und zeigt sich sehr enttäuscht, dass die Kräuterfrau nicht dabei ist. Dafür hat Loki (der Odin davon überzeugt hat, ihn zu entsenden, wie er sagt) selbst einen Begleiter: einen grauhaarigen, grauhäutigen, überhaupt in allen Belangen grau aussehenden Kerl, den er als “Ulf” vorstellt. Da das Wort “Ulv” auf Norse “Wolf” bedeutet, denkt Gudrid schon an einen von Toras Winterwölfen, aber mit dieser Annahme liegt die Principa falsch: Ulf ist der Vertreter Utgards für diese Verhandlungen.

Loki kommt gleich zur Sache. Er selbst halte zwar nichts von der Idee, aber Odin sei ihr gegenüber aufgeschlossen, und wer sei er schon, dem Allvater zu widersprechen?
So wolle er auch gar nicht so sein, sondern den Igniculi ein Jahr und einen Tag für die Ausrichtung des Turniers geben. Das sei doch ein angemessener Zeitraum – und überdies habe das mit dem ein-Jahr-und-ein-Tag in Feenkreisen ja auch Tradition.

Damit ist erstaunlicherweise die erste Hürde schneller genommen, als die Sodales das befürchtet hatten. Dafür stellt sich die Frage nach dem Austragungsort als wesentlich komplizierter dar denn gedacht.
Der erste Vorschlag seitens der Igniculi ist der leerstehende Bund am Meer. Dort wäre der Tross aus Feenwesen niemandem im Weg, es gibt bereits Gebäude und Infrastruktur, aber da der und zerstört ist, gibt es dort auch keine Magier mehr, denen das Vorhaben nicht passen könnte.
Diese Idee lehnt aber Loki sofort ab. Das ist ja in der Domäne der Südlandfeen! Er habe eher an eines der dünn besiedelten Täler um Trondheim herum gedacht.
Das ist den Igniculi wiederum zu sehr “Nordland”, und auch Ulf legt unmittelbar sein Veto ein: viel zu nah an Asgard!

In dem Moment nähert sich eine Frau dem Tisch; sie hätte nicht umhin gekonnt, als dem Gespräch zu folgen, und sie hätte eine Alternative zu bieten: Warum nicht Caledonien? Ihre Herrin würde sich glücklich schätzen, zu einem solch noblen Unterfangen wie dem Vereiteln eines Krieges ihren Teil zu leisten. Wer diese Herrin denn sei, will Guri wissen. Nun, Königin Mab selbstverständlich, erwidert Moira gelassen. Aber ja. Das hätten die Magier sich bei der ersten Erwähnung Caledoniens schon denken können.

Der Vorteil an dem Vorschlag: Es wäre wirklich ein guter Kompromiss, eigentlich. In der Winter-Domäne der Südlandfeen, am nördlichsten Ende der Südlande… eigentlich perfekt. Aber dummerweise wäre es eben auch der Einflussbereich von Königin Mab, und dass diese üblicherweise keine Gelegenheit auslässt, Titania und Oberon zu schaden, wo sie kann, ist gemeinhin bekannt. Außerdem wäre mit Winter eine dritte Fraktion in die Sache verwickelt, bzw. sogar eine vierte, wenn man Utgard separat rechnet. Das dürfte die Dinge nicht gerade erleichtern.

Die Igniculi nehmen Moiras Vorschlag auf und verhandeln erst einmal weiter mit den beiden Nordlandfeen, über die Zahl der Teilnehmer diesmal. Nun, erklärt Loki, er selbst werde es sich natürlich nicht nehmen lassen, bei der Sause anwesend zu sein, sein Vater Odin ebensowenig. Und Thor natürlich auch nicht. Eigentlich fast jeder, der in Asgard Rang und Namen habe. An tatsächlichen Teilnehmern für das Turnier würde er aus Asgard und Utgard gemeinsam etwa mit 50 bis 100 Kombattanten rechnen, dazu natürlich der Tross, der ebenfalls mitreisen werde.

Au. Das ist eine Menge, vor allem, weil es von Südlandseite ja wohl mindestens genausoviele sein müssen.

Es werden noch einige andere kleinere Fragen besprochen, dann ziehen die Igniculi sich in den Sommerpalast zurück, um unter sich Kriegsrat zu halten, aber vor allem, um die Sommerfeen über Mabs Angebot zu informieren. Haushofmeister Givin ist ja von ihren Majestäten mit den entsprechenden Vollmachten ausgestattet worden, auch um Entscheidungen zu treffen, und so besprechen die Magier sich erst einmal mit dem Gnom.

Givin ist alles andere als glücklich über den Vorschlag, aber er ist sich auch dessen bewusst, dass man Mab tödlich beleidigen würde, wenn man nicht einen wirklich guten Grund zum Ablehnen hätte – sprich einen anderen Austragungsort, der noch besser geeignet wäre. Aber so lange und so viel die Magi auch überlegen (und sie gehen viele Möglichkeiten durch), es will ihnen einfach kein Ort einfallen, der es mit Caledonien aufnehmen könnte. Also kommen sie zähneknirschend überein, Moiras Angebot anzunehmen und alle Vorbereitungen darauf auszurichten.

Ehe sie aber in die Taverne zurückkehren, kommt es noch zu einer längeren Diskussion darüber, dass es eine sehr diffizile Balance sein wird, die da gehalten werden muss: einerseits genug Aufmerksamkeit zu erlangen, damit die Asen es als genügend ansehen und auf ihren Krieg verzichten, andererseits aber keine der Vorschriften des hermetischen Eides zu verletzen – oder zumindest nicht so, dass man den Igniculi dafür an den Karren fahren kann.
Grundsätzlich ist es möglich, sind die Sodales sich einig, nur einfach wird es nicht. Aber wer hatte das schon erwartet.

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Igniculus-in-Arden, 26. November 2013

Vor allem Ethelred ist schwer beeindruckt von der schnellen Heimkehr… und davon, dass Heimdall sie auch hier in England noch immer hören und sehen kann. Dass der Nordlandfae wirklich alles im Auge hat, scheint ihr jetzt erst so richtig bewusst zu werden, und sie fängt an, nur noch zu flüstern. Nicht dass das irgendwas hilft, wie Constantia sich beeilt, ihr zu erklären.

Zurück im Bund, wird die beabsichtigte Sitzung abgehalten und Bericht erstattet, außerdem die gefundene Tasche und die Nägel zur näheren Untersuchung an Crispinus Comis abgegeben.
Die übrigen Magier stimmen überein, dass der beste Plan ist, als nächstes Titania und Oberon aufzusuchen, um wenn möglich deren Zustimmung zu dem Plan zu erlangen.
Constantia ex Flambeau wird allerdings tatsächlich mit Rosa Nocturna und Crispinus Comis im Bund zurückbleiben. Stattdessen wird Evelyn Streona die Magi begleiten, und auch Semper Secundus schließt sich der Reisegruppe an, während die geschwätzige Ethelred zuhause bleiben wird.

Um den besten Weg zum Palast des Königspaars in Erfahrung zu bringen, spricht Gudrid mit Saika. Die Falkenfae erklärt, dass der kürzeste Weg über die Märkte führe, denn die seien ja so etwas wie Knoten- oder Netzpunkte innerhalb der Feenwelt, und so führten von ihnen aus direkte Wege zur Hauptstadt.

Saika kann den Igniculi den Weg zeigen, sagt sie – aber obgleich sich ihr Zustand in den etwa zwei Monaten der Abwesenheit bereits deutlich verbessert hat, ist die Falkenfae noch nicht wiederherhestellt genug, um mit auf die Reise zu gehen. Dass sie wieder zuhause bleiben soll, passt Saika gar nicht, kann sie doch auf diese Weise ihre Pflicht als Leibwächterin nicht erfüllen.
Entweder sie will die Herrin (“Hüterin!”) begleiten, oder diese soll im Bund bleiben, wo Saika sie beschützen kann. Schließlich aber lässt die Jägerin sich von den Argumenten der Principa, dass nämlich die Mission zu wichtig sei, dass Saika jedoch erst wieder völlig gesunden müsse, damit sie ihrer Aufgabe richtig nachkommen kann, doch überzeugen – bzw. sie gehorcht zähneknirschend Guris explizitem Befehl.

Saika erklärt, die beiden nächstgelegenen Märkte seien der Jagdmarkt in der Nähe von Hernes Winterlager sowie der Steinmarkt, einige Tagesreisen ins Gebirge hinein. Da die Sodales nicht so genau wissen, wie lange sie eventuell auf dem Jagdmarkt aufgehalten werden würden – immerhin dreht sich dort alles um die Jagd, und wer auch immer dorthinkommt, ist entweder Jäger oder Beute (“Natürlich”, sagt Saika ganz verwundert. “Etwas anderes gibt es doch nicht…”) – beschließen die Sodales, doch lieber den kleinen Umweg über den Steinmarkt zu wählen.

Außerdem denken sie über ein angemessenes Gastgeschenk für das Königspaar nach. Irgendetwas Kreatives, wird relativ schnell klar, weil Feen selbst ja mangels Seele nicht schöpferisch tätig werden können. Und etwas, das aus Igniculus-in-Arden selbst stammt, nichts einfach Gekauftes.

Semper Secundus hat die brilliante Idee, dass Barde Cedric ein Lied für die Feenherrscher schreiben könnte. Dummerweise nur wird Cedric die Reisegruppe nicht begleiten [in-game gibt es natürlich eigentlich keinen Grund, warum nicht, aber Gudrid wird ja mit unterwegs sein, und zwei Charaktere eines Spielers auf einmal ist anstrengend], deswegen ändern die Sodales den Plan ein wenig ab.
Cedric wird die Ballade schreiben und im Bund schon einmal vortragen, und Semper Secundus wird die Aufführung mittels Magie memorieren und dann vor den Feen originalgetreu wiedergeben.

Während die beiden sich mit der Musik beschäftigen, fertigt Evelyn Streona aus bunter Wolle einige Armbänder an. Solches Kunsthandwerk ist ja auch kreativ und könnte als Geschenk dienen, wenn Not am Mann ist.

Dann geht es auf die Reise. Nach einigen Tagen in Richtung Westen kommt die Gruppe in den Bergen (was man eben in England so “Berge” nennt) an. Dort führt eine Höhle, ganz ähnlich wie beim Torghatten, in die Feenwelt, mit dem Unterschied, dass der Weg hier im Freien mündet.

Tatsächlich befindet sich ganz in der Nähe der erwähnte Steinmarkt, wo die Sodales von einem Zwerg mit grauem Bart und Haar ebenso wie grauer Haut und Kleidung begrüßt werden. “Ah, Ihr wollt handeln?”

Enttäuscht quittiert der Zwerg Gudrids bedauernde Verneinung und ihre Erklärung, man befinde sich nur auf der Durchreise… nur um dann von Evelyns “doch, doch” und der Präsentation ihrer Handwerkskunst gründlich verwirrt und zu griesgrämigem Gegrummel hingerissen zu werden.
Für eine Karte mit dem Weg zu Titanias Schloss fordert er nun drei von Evelyns Armbändern (“Zwei für die Karte und eines zur Strafe, weil ihr euch nicht entscheiden könnt, ob ihr handeln wollt oder nicht”), und der Versuch der jungen Adligen, ihn auf zwei herunterzudrücken, verbessert seine Laune kein bisschen und ist auch nicht von Erfolg gekrönt. “Handeln” ist eben nicht gleich “Feilschen”.

Mit der Karte in ihrem Besitz, die praktischerweise an dem Punkt, wo ihr Träger sich gerade befindet, ein bewegliches x anzeigt, geht der Weg leicht vonstatten. Die idyllische Sommerlandschaft tut ihr Übriges.
Unterbrochen wird die Wanderung aber am zweiten oder dritten Tag von einer aufgeregten Feenmenge, allesamt friedliche Bauern, die entsetzt um eine tote Kuh herumstehen. Gerissen worden sei sie, erzählen die Leutchen, von einem Raubtier, hier, im Herzen des Sommers!

Die Bisswunde stellt eine arkane Verbindung dar, anhand derer Wolfram etwas über den oder die Täter herausfinden kann. Und tatsächlich erkennt er den arkanen “Geruch”, ist er ihm doch schon einmal begegnet: Ein Eiswolf hat die Kuh gerissen.

Ein Eiswolf? Tora und ihre Leute hier, wo Sommer mit am stärksten ist? Ein Spähkommando vielleicht, mutmaßen die Magi.

In den folgeden Tagen treffen die Igniculi immer wieder auf Spuren der Eiswölfe, vor allem in Form von weiteren gerissenen Stück Vieh. Offensichtlich haben die vermuteten Nordlandfeen dasselbe Ziel wie die Sterblichen: die Hauptstadt des Sommers.

Diese ist schon von fern ein beeindruckender Anblick: Gebäude aus Stein, aber mit Efeu und Weinranken dicht bewachsen. Auch der Palast in der Stadtmitte ist, wie vom Zwerg auf dem Markt versprochen, nicht zu übersehen.
Dort angekommen, nennen die Igniculi, mit Principa und Feen-Expertin Gudrid als Wortführerin, den Torwachen ihr Begehr und werden kurz darauf von einem kleinen Fae, offensichtlich ein Gnom oder Leprechaun oder etwas in der Art, in Empfang genommen. Das Männlein stellt sich, nachdem die Magi ihre Namen genannt haben, als Haushofmeister Givin vor und wirkt gar nicht überrascht. Er habe sie erwartet, erklärt er; Herne habe ihm schon viel von der Herrin (“Hüterin…”) erzählt.

Viel. Soso. Grrr.

Der Idee einer Audienz beim Königspaar steht Givin zunächst skeptisch gegenüber, aber als Guri den Krieg erwähnt und eine eventuelle Möglichkeit, diesen zu vermeiden, wird er doch hellhörig. Er führt die Sodales zu einer Reihe von Gemächern, wo sie sich von der Reise ausruhen, frisch machen und umkleiden können, und verschwindet, nicht ohne vorher noch, zu Gudrids sichtlichem Unbehagen, ein paar weitere Bemerkungen in Sachen Herne fallen zu lassen: Er finde es schade, dass der Herr des Waldes nicht auch hier sei, und würde sich ja so freuen, wenn es bald wieder zu einer Begegnung zwischen dem Jägerlord und der Herrin (“Hüterin…”) komme, denn er sei ein heimlicher Romantiker. Hach ja.

Als der Gnom fort ist, bietet Wolfram der Principa Unterricht im Ruhe Bewahren an, während Evelyn der Halb-Huldra eindringlich ins Gewissen redet, es sich mit Givin nicht zu verderben: Immerhin sei der Haushofmeister eine gute Informationsquelle, die man mit ein wenig diplomatischem Geschick gut nutzen könne.
Semper Secundus’ Spieler wiederum ärgert sich, dass Ethelred nicht dabei ist, mit der er Givins Steilvorlagen mit Kusshand hätte aufnehmen können.

Nach einer Weile, die Igniculi sind inzwischen frisch gewaschen und einem Königshof angemessen gekleidet, kommt Givin zurück und erklärt, ihre Majestäten seien bereit für eine Audienz, jetzt sofort.

Im Thronsaal werden die Sodales nach entsprechend angemessener Begrüßungszeremonie vom Herrscherpaar freundlich empfangen. Auch sie haben durch ihren Lord Jäger bereits von den Igniculi (wohl eher von Guri, wenn der Bericht von Herne kam) gehört und zeigen sich interessiert, diese jetzt in Persona zu treffen.

König Oberon führt das Wort. Er will gleich zur Sache kommen, doch Gudrid bittet darum, zunächst ein kleines Zeichen der Wertschätzung darbieten zu dürfen. Die Feenherrscher stimmen zu, und so trägt Semper Secundus Cedrics Ballade vor.

Der Barde hatte ausnehmend gut gewürfelt und somit ein sehr schönes Lied komponiert und ergreifend vorgetragen, und schon zuhause im Bund hatte Secundus’ Zauber so gut funkioniert, dass er sich alles genau merken konnte. Nun jedoch hängt es an einem Finesse-Wurf, ob er das Gemerkte auch entsprechend wiedergeben kann.
Die Probe gelingt, und mit Ausgabe eines Confidence-Punktes (was nicht nötig gewesen wäre, aber in diesem Fall eine Frage des Stolzes war) ist Secundus’ Darbietung sogar exakt genauso gut wie Cedrics. Alles hört gebannt zu, und als der Tremere geendet hat, sind die beiden Fae tief gerührt, und über Titanias Gesicht läuft sogar eine Träne.

Nun wendet die Audienz sich dem Sachlichen zu. Gudrid berichtet genau über ihre Reise nach Asgard, was es mit Fenrirs Kette auf sich hat, was Lokis, und inzwischen auch Odins, eigentliche Beweggründe für den Krieg sind, wobei sie nicht verschweigt, dass Loki natürlich noch andere Ziele haben könnte, von denen außer ihm niemand etwas weiß; dass überhaupt alles nur auf den Vorbehalt gestützt ist, dass es glaubwürdig und logisch wirkt, man aber nicht mit letzter Sicherheit wissen kann, ob das alles die Wahrheit ist.

Schließlich stellt die Merinita die Idee von dem Kriegsersatz in den Raum. Oberon und Titania verständigen sich mit einem langen Blick, vermutlich sogar tatsächlich telepathisch, bis der König sich dann wieder zu den Sterblichen wendet und erklärt, für ihren Teil würden sie den Vorschlag annehmen. Für die Seite der Südlandfeen benennen sie die Igniculi als ihre Vertreter in dieser Angelegenheit und bitten um Vermittlung bei den Asen und – so diese denn dem Vorschlag ebenfalls zustimmen – als neutrale Partei um die Ausrichtung eines entsprechenden Turniers. Haushofmeister Givin werde ihr Ansprechpartner in allen Fragen seien.

Erleichtert über diesen Ausgang des Gespräches, nehmen die Magier an, ehe Guri noch die Eiswölfe erwähnt, auf deren Spur sie auf der Reise hierher immer wieder gestoßen seien. Ob ihre Majestäten etwas darüber wüssten?
Ja, sie hätten bereits davon gehört, erklärt König Oberon, aber diese Eindringlinge gehörten keinesfalls zum Südland. Ob es im Süden denn überhaupt Eiswölfe gebe, fragt die Halbfee verwundert. Ja, in dem Gebiet, das die Menschen Caledonien nannten, in der Domäne der Winterkönigin Mab, gebe es Winter- und Frostwölfe, ist die Antwort. Doch die erwähnten Wesen gehörten eben nicht dazu, denn ihre Majestäten könnten die Eindringlinge nicht spüren. Und das sei seltsam, denn normalerweise spürten er und Titania alle Lebewesen, die sich in ihrer Domäne aufhielten.

Diese Aussage bringt die Sodales zum Grübeln, wer wohl über die Macht verfüge, die Eiswölfe vor den Sinnen der Südfeenherrscher zu verbergen. Loki, ist Semper Secundus’ erste Vermutung. Aber der befindet sich doch weit im Norden, erwidert Gudrid, ist dann allerdings gezwungen zuzugeben, dass er sich weit im Norden befand, als die Gruppe ihm zuletzt begegnete. Wer kann schon, angesichts solcher Reisemöglichkeiten wie Heimdalls, ausschließen, dass der Trickster-Fae nicht inzwischen doch auch höchstselbst hier ist?
Entweder das, oder seine Tochter Tora hat vielleicht auch entsprechende Fähigkeiten. Oder noch ganz jemand anderes. Die Frage wird wohl offen bleiben müssen, bis die Igniculi die Möglichkeit haben, ihr nachzugehen.

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